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Nabil Radschab in Bahrain festgenommen

In Bahrain ist der bekannte Menschenrechtsaktivist Nabil Radschab verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, eine illegale Versammlung organisiert zu haben. Die Opposition kritisiert die Festnahme.

Wurde an der Wiedereinreise gehindert: Der Menschenrechtsaktivist Nabil Radschab.
Wurde an der Wiedereinreise gehindert: Der Menschenrechtsaktivist Nabil Radschab.
Reuters

In Bahrain ist ein bekannter Menschenrechtsaktivist festgenommen worden. Nabil Radschab sei am Samstagabend nach einem Besuch in Beirut bei der Wiedereinreise in den Golfstaat festgenommen worden, teilte das Innenministerium mit.

Die Staatsanwaltschaft habe seine Festnahme angeordnet und ein Verfahren eingeleitet. Nach Angaben des Zentrums für Menschenrechte in Bahrain, das Radschab leitet, soll er am Sonntag einem Richter vorgeführt werden und sich zu den Vorwürfen äussern.

«Unüberlegt und gesetzwidrig»

Ihm wird demnach vorgeworfen, zur Teilnahme an einer illegalen Versammlung aufgerufen und selbst daran teilgenommen zu haben. Die schiitische Oppositionsbewegung Al-Wefak kritisierte Radschabs Festnahme und forderte seine sofortige Freilassung. Seine Festnahme sei «unüberlegt und gesetzwidrig», weil sie gegen das Recht auf freie Meinungsäusserung verstosse.

Radschab war schon einmal während der Proteste gegen das Herrscherhaus Bahrains im Frühjahr 2011 festgenommen worden. Obwohl die Bevölkerung mehrheitlich schiitisch ist, wird der Inselstaat im Persischen Golf seit Jahrhunderten von einem sunnitischen Königshaus beherrscht.

Erste Proteste gegen die Herrscherfamilie gab es Mitte Februar 2011. Einen Monat später wurden sie mit Hilfe saudiarabischer Truppen blutig niedergeschlagen, mehr als 30 Menschen wurden getötet. In den vergangenen Wochen kam es erneut zu Protesten.

SDA/wid

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