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Israel soll spanischen UNO-Soldaten getötet haben

Im Grenzgebiet zum Libanon spitzt sich die Lage zu: Israel reagierte mit Angriffen auf Hizbollah-Kämpfer auf die Tötung von zwei Soldaten. Dabei kam der spanische Blauhelmsoldat offenbar in die Schusslinie.

chk
Gerieten zwischen die Fronten: UNO-Friedenstruppen im Grenzgebiet zum Libanon. (28. Januar 2015)
Gerieten zwischen die Fronten: UNO-Friedenstruppen im Grenzgebiet zum Libanon. (28. Januar 2015)
Keystone

Spanien hat Israel für den Tod eines spanischen UNO-Soldaten bei Gefechten im Grenzgebiet zum Libanon verantwortlich gemacht. Spaniens UNO-Botschafter Román Oyarzun forderte während einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats eine Untersuchung zum Vorfall.

Der Blauhelmsoldat sei aufgrund der «Eskalation der Gewalt» in der Region gestorben und «die israelische Seite» sei dafür verantwortlich, sagte Oyarzun vor Journalisten am UNO-Sitz in New York.

Sicherheitsrat verurteilt Tod

Bei einem Angriff von Hisbollah-Kämpfern waren am Mittwoch zwei israelische Soldaten getötet worden. Israel reagierte mit Artilleriebeschuss und Luftangriffen auf Ziele im Südlibanon. Bei den Gefechten kam der in der Gegend stationierte UNO-Soldat aus Spanien ums Leben.

Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte den Tod des spanischen Blauhelmsoldaten, äusserte sich aber nicht zur Verantwortung dafür. Generalsekretär Ban Ki-moon rief seinerseits zur grösstmöglichen Ruhe und Zurückhaltung auf, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Das Dringlichkeitstreffen hatte Frankreich einberufen.

Eskalation vermeiden

«Alle Parteien sollten von jeder Handlung Abstand nehmen, die die Stabilität in der Region untergraben könnte», sagte Ban am Mittwoch in New York. Jeder solle verantwortungsvoll handeln und jede Eskalation in der ohnehin gespannten Situation vermeiden.

Ban sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus und verurteilte «jede Gewalt». Er sei tief besorgt über die Verletzungen der Waffenstillstandsabkommen.

Das US-Aussenministerium betonte nach dem Hisbollah-Angriff «Israels legitimes Recht auf Selbstverteidigung» und rief ebenfalls alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf. «Wir fordern alle Parteien auf, von Aktionen abzusehen, die zu einer Eskalation der Lage führen könnten», hiess es in einer schriftlichen Erklärung am Mittwoch.

(SDA)

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