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Islamisten verüben Doppelanschlag auf iranisches Zentrum

In Beirut haben al-Qaida nahe stehende Terroristen ein Kulturzentrum angegriffen. Bei der Vergeltungsaktion für die iranische Einmischung in Syrien starben acht Menschen.

Von Trümmern übersät: Der Ort der Explosion in Bir Hassan. (19. Februar 2014)
Von Trümmern übersät: Der Ort der Explosion in Bir Hassan. (19. Februar 2014)
Mahmoud Kheir, Reuters

Einrichtungen des Syrien-Verbündeten Iran sind in Libanon wieder zum Ziel eines Anschlags geworden. Bei einem Doppelanschlag auf ein iranisches Kulturzentrum im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut wurden mindestens acht Menschen getötet und rund 100 weitere verletzt worden.

Die Al-Qaida-nahe Dschihadistengruppe Abdallah-Assam-Brigaden bekannte sich zu den Angriffen. Die Tat sei eine Vergeltungsaktion für die Einmischung des Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz im Syrien-Konflikt auf Seiten von Präsident Bashar al-Assad, erklärten die Abdullah-Assam- Brigaden. Sie drohten zugleich mit weiteren Anschlägen gegen den Iran und die Hizbollah, sollten diese sich nicht aus Syrien zurückziehen.

Erst im November war ein nahezu identischer Angriff auf die iranische Botschaft in Libanon verübt worden. Auch dazu hatten sich die mit al-Qaida verbündeten Assam-Brigaden bekannt.

In der Umgebung der Angriffe im Stadtviertel Bir Hassan hat die Schiitenmiliz Hizbollah ihre Hochburg. Insgesamt waren im Süden Beiruts seit vergangenem Juli nunmehr sieben Bombenanschläge verübt worden.

Zwei Autobomben

Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass es sich bei der jüngsten Tat um zwei Selbstmordattentäter handelte, die jeweils ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft gejagt hätten. Sie rissen laut Augenzeugen einen Polizisten und vier Zivilisten mit in den Tod. Eine weitere Person erlag wenig später ihren Verletzungen.

Unter den Verletzten waren nach Angaben von Helfern auch Kinder aus einem nahe gelegenen Waisenhaus. Ein AFP-Fotograf berichtete, dass sich der Anschlag am iranischen Kulturzentrum ereignete. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna bestätigte die Angriffe. In der Nähe befinden sich demnach auch die Büros der örtlichen Irna-Reporter sowie des iranischen Senders Irib.

Der libanesische Regierungschef Tammam Salam bezeichnete die Anschläge als eine «Botschaft feindlicher Kräfte», die entschlossen seien, Libanon Leid zuzufügen. Die Regierung werde entsprechend darauf reagieren.

(SDA)

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