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Islamisten ermorden 25 Polizisten auf dem Sinai

Mutmassliche islamistische Extremisten überfielen im Norden der Halbinsel Sinai zwei Polizeibusse. Sie zwangen die Beamten zum Aussteigen und erschossen 25 von ihnen.

fko
Aus dem Hinterhalt angegriffen: Ägyptische Sicherheitskräfte vor dem Gouvernementsgebäude auf dem Sinai. (18. August 2013)
Aus dem Hinterhalt angegriffen: Ägyptische Sicherheitskräfte vor dem Gouvernementsgebäude auf dem Sinai. (18. August 2013)
Keystone

Bei einem Überfall mutmasslicher islamistischer Extremisten auf zwei Polizeibusse sind auf der ägyptischen Halbinsel Sinai 25 Polizisten getötet worden. Drei weitere Beamte wurden am Morgen bei der Attacke nahe der Grenzstadt Rafah im Süden des Gazastreifens verletzt, wie ein ägyptischer Behördensprecher mitteilte.

Die Angreifer haben demnach die Busse nahe der Grenze zum Gazastreifen beschossen und gestoppt. Die Beamten hätten aussteigen und sich auf den Boden legen müssen. Dann seien sie erschossen worden, hiess es. Sie waren ausser Dienst und in Zivilkleidung unterwegs. In ersten Berichten aus Behördenkreisen hatte es geheissen, dass auch Panzerfäuste eingesetzt worden seien.

Rafah liegt auf der Sinaihalbinsel an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen. Im vergangenen August waren bei einem Anschlag in der Nähe von Rafah 16 Soldaten getötet worden.

Dutzende Anschläge seit Mursis Sturz

Die Region gilt als Hochburg militanter Salafisten. Seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi sind islamistische Extremisten auf der strategisch wichtigen Halbinsel immer aktiver geworden und haben Dutzende Anschläge verübt. Der Konflikt zwischen Mursis Anhängern und der neuen ägyptischen Führung eskalierte Mitte vergangener Woche. Bei den blutigen Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften und Islamisten in ganz Ägypten wurden seither mehrere Hundert Menschen getötet.

Am Sonntag wurden bei einem Fluchtversuch von Islamisten aus einem Gefangenentransport mindestens 35 Mitglieder der Muslimbruderschaft getötet. Die Männer starben an von der Polizei eingesetztem Tränengas, wie das Innenministerium mitteilte. Die Muslimbruderschaft sprach von einer «Ermordung» ihrer Mitglieder.

(sda/AFP/AP)

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