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Iran treibt Atomwaffenprogramm voran

Laut einem Bericht der IAEA arbeitet das Land heimlich an Komponenten für Atomwaffen. Die Internationale Atomenergiebehörde zeigt sich «zunehmend besorgt». Der Iran dementiert die Gerüchte indes.

Teile der Urananreicherung wurden in einen Bunker verlegt: Die iranische Atomanlage Natanz. (Archivbild)
Teile der Urananreicherung wurden in einen Bunker verlegt: Die iranische Atomanlage Natanz. (Archivbild)
Keystone

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist zunehmend besorgt über ein mögliches iranisches Atomwaffenprogramm. Zahlreiche Geheimdienstinformationen legten nahe, dass Teheran weiterhin heimlich an Komponenten für ein Atomwaffenprogramm arbeite, heisst es in einem internen Bericht der IAEA. Die Informationen seien glaubwürdig, «umfangreich und reichhaltig».

Der Bericht wurde der Nachrichtenagentur AP zugänglich gemacht, nachdem er bei den 35 IAEA-Mitgliedern und dem Weltsicherheitsrat im Umlauf war. Weiter heisst es darin, der Iran habe wie zugesagt damit begonnen, Geräte für die Urananreicherung in einem unterirdischen Bunker zu installieren, der besser gegen Luftangriffe geschützt ist als die bisherigen Anlagen. Bei der Anreicherung von Uran kann Kernbrennstoff hergestellt werden, aber auch spaltbares Material für Sprengköpfe.

Teheran dementiert

Die IAEA hat in ihren jüngsten Berichten ein wachsendes Unbehagen geäussert, dass der Iran seine Atomaktivitäten fortsetzen könnte. Die Formulierung «zunehmend besorgt» hat die Behörde in Unterlagen zum möglichen iranischen Atomwaffenprogramm bislang nicht verwendet.

Die Regierung in Teheran hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie arbeite heimlich an einem Atomwaffenprogramm. Sie betont vielmehr, ihr Nuklearprogramm diene allein zivilen Zwecken.

dapd/kpn

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