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«Für den Nachweis von Chemiewaffen ist es nicht zu spät»

Chemiewaffeninspektoren der UNO sind in Syrien auf heikler Mission. Worauf es bei der Untersuchung der Giftgasvorwürfe ankommt, erklären zwei frühere Schweizer Chemiewaffeninspektoren.

Vincenzo Capodici
Am 21. August 2013 wurden bei einem Angriff in einem Vorort von Damaskus mehr als tausend Menschen getötet, noch viel mehr wurden in Spitäler eingeliefert: Wer hat die Giftgasangriffe zu verantworten? (21. August 2013)
Am 21. August 2013 wurden bei einem Angriff in einem Vorort von Damaskus mehr als tausend Menschen getötet, noch viel mehr wurden in Spitäler eingeliefert: Wer hat die Giftgasangriffe zu verantworten? (21. August 2013)
Aktivisten, Reuters
Sind das Beweise für einen Giftgasangriff? Chemieutensilien, eine Gasmaske und Behälter – aufgenommen von der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana. (24. August 2013)
Sind das Beweise für einen Giftgasangriff? Chemieutensilien, eine Gasmaske und Behälter – aufgenommen von der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana. (24. August 2013)
Keystone
Mehr als tausend Menschen sollen bei Giftgasangriffen ums Leben gekommen sein: Das Bild zeigt nach Angaben von Oppositionellen, wie nach einem der Angriffe Rauch über einem Vorort von Damaskus aufsteigt. (21. August 2013)
Mehr als tausend Menschen sollen bei Giftgasangriffen ums Leben gekommen sein: Das Bild zeigt nach Angaben von Oppositionellen, wie nach einem der Angriffe Rauch über einem Vorort von Damaskus aufsteigt. (21. August 2013)
Shaam News Network, AFP
War es ein Giftgasanschlag? Kinder mit Sauerstoffmasken in Damaskus. (21. August 2013)
War es ein Giftgasanschlag? Kinder mit Sauerstoffmasken in Damaskus. (21. August 2013)
Reuters
Die getöteten Menschen werden in Massengräbern beerdigt. (21. August 2013)
Die getöteten Menschen werden in Massengräbern beerdigt. (21. August 2013)
Reuters
Auch Kinder und Jugendliche helfen mit, die zahlreichen Toten zu begraben. (21. August 2013)
Auch Kinder und Jugendliche helfen mit, die zahlreichen Toten zu begraben. (21. August 2013)
AFP
Die syrischen Regierungstruppen sollen bei einem Angriff nahe Damaskus nach Angaben der Opposition mehr als 1300 Menschen durch Chemiewaffen getötet haben. (21. August 2013)
Die syrischen Regierungstruppen sollen bei einem Angriff nahe Damaskus nach Angaben der Opposition mehr als 1300 Menschen durch Chemiewaffen getötet haben. (21. August 2013)
Keystone
Im Internet veröffentlichte Bilder zeigen zahlreiche Tote und Verletzte: Ein Knabe mit Sauerstoffmaske. (21. August 2013)
Im Internet veröffentlichte Bilder zeigen zahlreiche Tote und Verletzte: Ein Knabe mit Sauerstoffmaske. (21. August 2013)
Aktivisten, Reuters
Leichen nach dem mutmasslichen Giftgasangriff in al-Ghuta, einem Vorort von Damaskus. (21. August 2013)
Leichen nach dem mutmasslichen Giftgasangriff in al-Ghuta, einem Vorort von Damaskus. (21. August 2013)
AFP
Auch Videos zeigen nach Angaben von syrischen Aktivisten die Opfer des Giftgasangriffs: Helfer versorgen Verletzte. (21. August 2013)
Auch Videos zeigen nach Angaben von syrischen Aktivisten die Opfer des Giftgasangriffs: Helfer versorgen Verletzte. (21. August 2013)
Screenshot Youtube
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Aufgrund von Bildern und Videos, Berichten von Zeugen und Ärzten bestehen kaum Zweifel, dass letzte Woche in al-Ghuta nahe Damaskus chemische Waffen eingesetzt worden sind. Die UNO-Inspektoren, die nach internationalem Druck endlich nach al-Ghuta reisen dürfen, sollen nun allerletzte Gewissheit über den Einsatz von Nervenkampfstoffen schaffen. Die Zeit drängt, denn Spuren könnten sich verflüchtigt haben oder Beweise vernichtet worden sein. «Für einen Nachweis ist es nicht zu spät», sagt der Chemiewaffenexperte Stefan Mogl vom Labor Spiez, der für die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag als Inspektor tätig gewesen war.

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