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Fünftägige Waffenruhe im Jemen vereinbart

Mit der Feuerpause sollen Hilfslieferungen für Bürger in dem Land ermöglicht werden.

Dringend benötigt: Das Rote Kreuz entladet Hilfsgüter in der Hauptstadt Saana (11. April 2015).
Dringend benötigt: Das Rote Kreuz entladet Hilfsgüter in der Hauptstadt Saana (11. April 2015).
Khaled Abdullah, Reuters

Die Rebellen-Streitkräfte im Jemen sind offenbar zu einer fünftägigen humanitären Waffenruhe bereit. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba, die von den schiitischen Huthis kontrolliert wird, unter Berufung auf einen Sprecher der Rebellenkämpfer.

Oberst Scharaf Ghalib Lukman warnte demnach, dass die Streitkräfte in Selbstverteidigung zurückschlagen würden, sollte jemand gegen den Waffenstillstand verstossen, der am Dienstag beginnen soll.

Die Waffenruhe war von der von Saudiarabien geführten Koalition angeboten worden, die seit Ende März Luftangriffe gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen fliegt. Mit der Feuerpause sollen Hilfslieferungen für Bürger in dem Land ermöglicht werden.

Die Huthis gaben am Sonntag ihre eigene Erklärung heraus. Darin sagten sie, sie würden bei der Waffenruhe kooperieren, um Menschen zu helfen, die unter der massiven Treibstoff- und Lebensmittelknappheit im Jemen litten. Der Jemen ist das ärmste Land der arabischen Welt.

Über 1400 Tote

Ein Sprecher der von Saudiarabien geführten Koalition, Brigadegeneral Ahmed Ali Assiri, warnte am Samstag, die Waffenruhe werde abgesagt, sollten die Rebellen dagegen verstossen.

Die schiitischen Huthis aus dem Norden des Jemen hatten im September zunächst die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und seither ihre Macht im Land mit Gewalt ausgebaut. Der international anerkannte Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi flüchtete vor ihnen nach Saudiarabien. Danach begann die Führung des sunnitischen Königreichs die Luftangriffe.

Die Kämpfe im Jemen haben mindestens 300000 Menschen in die Flucht getrieben. Mehr als 1400 Menschen wurden getötet, darunter rund 650 Zivilisten.

sda/AP/hvw

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