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«Ein Kanton Assad und viele kleine Emirate islamistischer Warlords»

ARD-Korrespondent Jörg Armbruster wurde in Aleppo angeschossen. Nun legt er ein Syrien-Buch vor. Im Interview äussert er sich über die Zerstörung Syriens, das Versagen des Westens und Szenarien für die Zukunft Syriens.

«Keine Seite kann militärisch die andere besiegen»: Jörg Armbruster als Berichterstatter in Syrien. (Quelle: Screenshot ARD)
«Keine Seite kann militärisch die andere besiegen»: Jörg Armbruster als Berichterstatter in Syrien. (Quelle: Screenshot ARD)

Herr Armbruster, im März 2013 sind Sie in Aleppo angeschossen und schwer verletzt worden. Wie geht es Ihnen heute? Mir geht es ziemlich gut. Den ganzen Sommer habe ich meine verletzte Hand trainiert, so dass ich sie besser bewegen kann, als dies selbst die Ärzte erwartet hatten.

In Syrien liefern sich seit zweieinhalb Jahren die Armee von Diktator Bashar al-Assad und die Freie Syrische Armee sowie verschiedene Rebellengruppen einen erbitterten Krieg, der bislang mindestens 125'000 Tote gefordert hat. In welchem Zustand befindet sich Syrien heute? In einem fast hoffnungslosen. Vier bis sechs Millionen Menschen irren im Land als Entwurzelte umher, die meisten unerreichbar für internationale Hilfsorganisationen. Der Winter hat in Syrien mit viel Schnee begonnen. Kinder erfrieren, Kinder verhungern. Assad lässt keine Hilfsorganisationen ins Land, aber auch die Islamisten im Norden behindern Hilfe auf unverantwortliche Weise.

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