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«Die Gewalt vor Ort kennt keine Grenzen»

Vier Millionen Menschen sind auf der Flucht, weitere acht Millionen vor Ort vertrieben, halb Syrien ist vom IS besetzt. Die syrische Autorin und Aktivistin Samar Yazbek kennt die syrische Tragödie von innen. Ein Gespräch bei einer Lesung in Bern.

Nachdenklich, aufmerksam und sehr engagiert: Samar Yazbek (45) in Bern.
Nachdenklich, aufmerksam und sehr engagiert: Samar Yazbek (45) in Bern.
Christian Pfander

Frau Yazbek, für Samstag ist die zweite grosse Syrien-Konferenz angesagt. Was versprechen Sie sich davon? Samar Yazbek: Ich bin wenig optimistisch. Ich glaube, die Weltgemeinschaft befindet sich in einem Zustand der Angst davor, was gerade in Syrien passiert. Es wird ein langer Prozess mit vielen Konferenzen werden, auf denen die beteiligten Staaten die Interessen, die sie in Syrien haben, untereinander aufteilen. Wir sind Zuschauer geworden.

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