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Die «Blutwahl» von Assad

Aus der Präsidentschaftswahl in Syrien wird Bashar al-Assad als klarer Sieger hervorgehen.

Der syrische Diktator Bashar al-Assad. Foto: Keystone
Der syrische Diktator Bashar al-Assad. Foto: Keystone

Es war eine Schau fast wie in alten Zeiten. Bei der Präsidentschaftswahl in Syrien haben sich am Dienstag Menschen in Ergebenheitsbeweisen für den sicheren Sieger überboten: Bashar al-Assad, der sich im vierten Jahr des Bürgerkriegs eine neue Amtszeit sichert, eine dritte, für sieben weitere Jahre. Wähler gaben ihre Stimme vor laufenden Kameras ab, besiegelten ihr Votum für ­Assad mit Blut auf dem Wahlzettel. ­Nadeln, um sich in den Finger zu stechen, lagen im Wahllokal bereit. Viele trugen Bilder, T-Shirts, Buttons mit dem Bild des Präsidenten. Zum ersten Mal hatte Assad Mitbewerber zugelassen. Aber die beiden anderen Kandidaten – der Parlamentarier Maher Hajar und der Geschäftsmann Hassan al-Nuri – taten nicht einmal so, als wären sie eine Alternative, sondern lobten den Amtsinhaber, wissend, dass sie keine Chance haben.

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