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Boko Haram tötet bis zu 500 Menschen

Die Gewalt in Nigeria erreicht einen neuen Höhepunkt: Die Angreifer verkleideten sich als Soldaten und fielen in mehrere Dörfer ein.

thu
Die Mädchen sollen zum Islam konvertiert sein, sagt Boko Haram: Videostill einer Botschaft der Terrororganisation. (12. Mai 2014)
Die Mädchen sollen zum Islam konvertiert sein, sagt Boko Haram: Videostill einer Botschaft der Terrororganisation. (12. Mai 2014)
Reuters
Hoffen auf die Rückkehr der Mädchen: Zeitungen in Abuja berichten über den Waffenstillstand zwischen Nigerias Regierung und Boko Haram. (18. Oktober 2014)
Hoffen auf die Rückkehr der Mädchen: Zeitungen in Abuja berichten über den Waffenstillstand zwischen Nigerias Regierung und Boko Haram. (18. Oktober 2014)
Reuters
Erneut entführt Boko Haram im Norden Nigerias Frauen: Eine Demonstrantin während einer Kundgebung für die über 200 entführten Mädchen.
Erneut entführt Boko Haram im Norden Nigerias Frauen: Eine Demonstrantin während einer Kundgebung für die über 200 entführten Mädchen.
Reuters
Angesichts solcher Bilder verspricht der Präsident Nigerias, Goodluck Jonathan, mehr Taten seiner Armee: Bei diesem Anschlag mit zwei Autobomben auf einen Markt in der zentralnigerianischen Stadt Jos starben mindestens 46 Menschen. (20. Mai 2014)
Angesichts solcher Bilder verspricht der Präsident Nigerias, Goodluck Jonathan, mehr Taten seiner Armee: Bei diesem Anschlag mit zwei Autobomben auf einen Markt in der zentralnigerianischen Stadt Jos starben mindestens 46 Menschen. (20. Mai 2014)
Reuters
«Wir wollen das Leben der Mädchen nicht riskieren»: Nigerias Armeechef Alex Badeh spricht zu den Medien. (26. Mai 2014)
«Wir wollen das Leben der Mädchen nicht riskieren»: Nigerias Armeechef Alex Badeh spricht zu den Medien. (26. Mai 2014)
Reuters
Seit sieben Wochen in der Gewalt von Boko Haram: Nigerianische Frauen demonstrieren für die Freilassung der entführten Schülerinnen. (27. Mai 2014)
Seit sieben Wochen in der Gewalt von Boko Haram: Nigerianische Frauen demonstrieren für die Freilassung der entführten Schülerinnen. (27. Mai 2014)
Reuters
Spannen zusammen: François Hollande (r.) und Goodluck Jonathan während einer Pressekonferenz in Paris. (17. Mai 2014)
Spannen zusammen: François Hollande (r.) und Goodluck Jonathan während einer Pressekonferenz in Paris. (17. Mai 2014)
Reuters
Die Proteste gegen Boko Haram halten an: Demonstration von Frauen in Nairobi, Kenia. (16. Mai 2014)
Die Proteste gegen Boko Haram halten an: Demonstration von Frauen in Nairobi, Kenia. (16. Mai 2014)
Reuters
Beraten die Lage der entführten Mädchen: Der britische Afrika-Minister Mark Simmonds (links) und der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan. (14. Mai 2014)
Beraten die Lage der entführten Mädchen: Der britische Afrika-Minister Mark Simmonds (links) und der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan. (14. Mai 2014)
Reuters
«Ich geniesse es, Menschen zu töten, die Allah mich zu töten heisst»: Abubakar Shekau, Anführer der berüchtigten Boko-Haram-Sekte in Nigeria. (12. Mai 2014)
«Ich geniesse es, Menschen zu töten, die Allah mich zu töten heisst»: Abubakar Shekau, Anführer der berüchtigten Boko-Haram-Sekte in Nigeria. (12. Mai 2014)
Reuters
Noch immer fehlt jede Spur von den entführten Mädchen: Eine Frau in Los Angeles betet für die Schülerinnen. (11. Mai 2014)
Noch immer fehlt jede Spur von den entführten Mädchen: Eine Frau in Los Angeles betet für die Schülerinnen. (11. Mai 2014)
Reuters
Dieses Bild soll die entführten Mädchen zeigen: Videostill aus einer Botschaft von Boko Haram vom 12. Mai 2014.
Dieses Bild soll die entführten Mädchen zeigen: Videostill aus einer Botschaft von Boko Haram vom 12. Mai 2014.
Reuters
Bewacher steht vor den entführten Mädchen: Videostill einer angeblich von Boko Haram verbreiteten Botschaft vom 12. Mai 2014.
Bewacher steht vor den entführten Mädchen: Videostill einer angeblich von Boko Haram verbreiteten Botschaft vom 12. Mai 2014.
Reuters
Hier wurden die Mädchen entführt: Die Schule in der nigerianischen Ortschaft Chibok. (21. April 2014)
Hier wurden die Mädchen entführt: Die Schule in der nigerianischen Ortschaft Chibok. (21. April 2014)
Reuters
«Bringt unsere Schwestern nach Hause»: Frauen in Abuja demonstrieren. (30. April 2014)
«Bringt unsere Schwestern nach Hause»: Frauen in Abuja demonstrieren. (30. April 2014)
Reuters
Bisher hat er vor allem mit Bombenattentaten und Massakern Angst und Schrecken verbreitet: Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau, hier auf einem Standbild des Bekennervideos für einen Bombenanschlag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. (19. April 2014)
Bisher hat er vor allem mit Bombenattentaten und Massakern Angst und Schrecken verbreitet: Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau, hier auf einem Standbild des Bekennervideos für einen Bombenanschlag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. (19. April 2014)
Reuters
«Ich habe eure Mädchen gekidnappt»: Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau wendet sich erneut an die Öffentlichkeit. (5. Mai 2014)
«Ich habe eure Mädchen gekidnappt»: Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau wendet sich erneut an die Öffentlichkeit. (5. Mai 2014)
Reuters
In den Fängen radikaler Islamisten: Frauen in Nigeria halten Plakat mit dem Gesicht eines entführten Mädchens.
In den Fängen radikaler Islamisten: Frauen in Nigeria halten Plakat mit dem Gesicht eines entführten Mädchens.
Reuters
Über 230 Schülerinnen bleiben nach wie vor vermisst. (5. Mai 2014)
Über 230 Schülerinnen bleiben nach wie vor vermisst. (5. Mai 2014)
Reuters
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Kämpfer der radikalislamischen Gruppe Boko Haram haben laut Augenzeugen im Nordosten Nigerias mindestens 400 bis 500 Zivilisten ermordet. Die Angreifer seien als Soldaten verkleidet in vier Gemeinden im Staat Borno eingefallen und hätten die Menschen getötet, berichtete ein Ortsvorsteher, der überlebt hat. Bestätigt sich die hohe Opferzahl, wären es die blutigsten Attacken von Boko Haram seit Beginn ihres Aufstands vor fünf Jahren.

Die Provinzregierung habe Soldaten zum Schutz der Orte versprochen, doch seien die Truppen nicht rechtzeitig eingetroffen, sagte der Ortsvorsteher weiter. Ein Senator aus Borno und ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte in der Provinzhauptstadt Maiduguri bestätigten den Vorfall, der sich bereits am Montag zugetragen haben soll. Da der Weg nach Maiduguri extrem gefährlich ist und Telefonverbindungen, wenn überhaupt vorhanden, nur sehr schlecht sind, dauerte es mehrere Tage, bis die Nachricht von dem Massaker die Stadt erreichte.

Die betroffenen Dörfer liegen in der Nähe von Gwoza, einer Kreisstadt, deren Emir in der vergangenen Woche bei einem Angriff der Boko Haram getötet wurde. Die religiösen Würdenträger und traditionellen Führer sind verstärkt ins Fadenkreuz der Boko Haram geraten, seit sie sich gegen die Extremisten ausgesprochen haben.

Hilflose Regierung

Boko Haram hält seit rund fünf Jahren die Menschen im Norden Nigerias in Angst und Schrecken. Die Gruppe will einen islamischen Staat errichten. Mehr als 2000 Menschen haben allein in diesem Jahr bei Angriffen und Anschlägen von Boko Haram das Leben verloren. Mitte April hat Boko Haram zudem mehr als 300 Schülerinnen entführt. Noch immer sollen 272 von ihnen in Gefangenschaft sein.

Die nigerianische Regierung steht dem Terror weitgehend hilflos gegenüber. Insbesondere in den ländlichen Regionen im Nordosten des Landes gibt es mehrere Gegenden, die so gefährlich sind, dass sich selbst das Militär dort nicht mehr hineintraut.

Kashim Shettima, der Gouverneur des Staates Borno, der am Wochenende in die Region um Gwoza gereist war, räumte laut der Internetseite Information Nigeria selbst ein, dass er auf der Reise Angst gehabt habe, obwohl sein Konvoi von etwa 150 Soldaten bewacht worden sei.

(AP)

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