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Anschlag vor Polizeischule im Tschad fordert viele Tote

Die Attentäter sprengten sich in der Hauptstadt N'Djamena in die Luft. Erst kürzlich wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft.

Der erste Verdacht fällt auf Boko Haram: Soldaten des Tschad, die unter anderem im Norden Nigerias gegen die islamistische Terrorsekte kämpfen. (25. Mai 2015)
Der erste Verdacht fällt auf Boko Haram: Soldaten des Tschad, die unter anderem im Norden Nigerias gegen die islamistische Terrorsekte kämpfen. (25. Mai 2015)
AFP

Bei einem doppelten Selbstmordanschlag in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Polizei meldete mindestens zehn Tote. Zudem habe es viele Verletzte gegeben, als sich die Attentäter vor dem Hauptkommissariat und der Polizeischule in N'Djamena gleichzeitig in die Luft gesprengt hätten, sagte ein Polizeivertreter.

Aus Angst vor Angriffen der nigerianischen Islamistengruppe Boko Haram waren die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt in den vergangenen Monaten stark erhöht worden.

Kampf gegen Boko Haram

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Der Verdacht fiel jedoch auf die islamistischen Extremisten von Boko Haram. Der Tschad unterstützt das Nachbarland Nigeria im Kampf gegen die Terrorgruppe, die ein islamisches Kalifat errichten will.

Boko Haram kämpft seit 2009 mit Gewalt gegen den nigerianischen Staat und tötete bei Angriffen auf Armee, Polizei, Behörden sowie Kirchen, Schulen und Dörfer mehr als 15'000 Menschen. Ende vergangenes Jahr dehnten die Islamisten ihre Aktivitäten auf Nigerias Nachbarländer aus, woraufhin sich Kamerun, Tschad, Niger und Benin zum Eingreifen entschlossen.

AFP/dia

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