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Algerische Jihadisten bekennen sich zu Mali-Attentat

Fünf Tote und acht Verletzte in Bamako – darunter zwei Schweizer: Jetzt ist ein Bekennervideo aufgetaucht. Der Anschlag war Vergeltung.

spu
Anschlagsort: Im La Terrasse starben fünf Menschen. (7. März 2015)
Anschlagsort: Im La Terrasse starben fünf Menschen. (7. März 2015)
AFP
Hier werden die Verletzten nach dem Attentat gepflegt: Gabriel-Touré-Spital in Bamako. (7. März 2015)
Hier werden die Verletzten nach dem Attentat gepflegt: Gabriel-Touré-Spital in Bamako. (7. März 2015)
Habibou Kouyate, AFP
Am Ort des Geschehens: Forensiker auf dem Weg zum Restaurant und Nachtclub La Terrasse (braunes Gebäude links) in Bamako. (7. März 2015)
Am Ort des Geschehens: Forensiker auf dem Weg zum Restaurant und Nachtclub La Terrasse (braunes Gebäude links) in Bamako. (7. März 2015)
Habibou Kouyate, AFP
Laut dem Kompetenzzentrum Friedensfördernde Einsätze des Verteidigungsdepartements (Swissint) eröffneten Unbekannte mit einer Maschinenpistole das Feuer: Ein Wachmann beim La Terrasse.
Laut dem Kompetenzzentrum Friedensfördernde Einsätze des Verteidigungsdepartements (Swissint) eröffneten Unbekannte mit einer Maschinenpistole das Feuer: Ein Wachmann beim La Terrasse.
Habibou Kouyate, AFP
Militärpolizisten treffen am Tatort ein.
Militärpolizisten treffen am Tatort ein.
EPA/Alex Duval Smith
Das La Terrasse ist bei Ausländern beliebt: Einheimische nach dem Anschlag vor dem Lokal an der Rue Princesse im Quartier Hippodrome von Bamako. (7. März 2015)
Das La Terrasse ist bei Ausländern beliebt: Einheimische nach dem Anschlag vor dem Lokal an der Rue Princesse im Quartier Hippodrome von Bamako. (7. März 2015)
EPA/Alex Duval Smith
Das Gebiet wurde nach dem Anschlag abgesperrt: Sicherheitskräfte beim La Terrasse.
Das Gebiet wurde nach dem Anschlag abgesperrt: Sicherheitskräfte beim La Terrasse.
Habibou Kouyate, AFP
Gesundheitsexperten vor dem La Terrasse.
Gesundheitsexperten vor dem La Terrasse.
Adama Diarra, Reuters
Zwei Verdächtige wurden festgeommen: Polizisten blockieren die Strasse beim La Terrasse.
Zwei Verdächtige wurden festgeommen: Polizisten blockieren die Strasse beim La Terrasse.
Habibou Kouyate, AFP
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Zu dem Anschlag in der malischen Hauptstadt Bamako mit fünf Toten haben sich einem Medienbericht zufolge radikale Islamisten bekannt. Das mauretanische Nachrichtenportal «Al-Achbar» berichtete am Samstag, bei ihm sei ein Bekennervideo der Gruppe Al-Murabitun eingegangen.

Die «Operation in Bamako» sei von tapferen Kämpfern der Al-Murabitun-Gruppe (Analyse auf Englisch) ausgeführt worden, «um unseren Propheten zu rächen, der vom ungläubigen Westen beleidigt und verspottet wurde», hiess es in einer Audiobotschaft eines Sprechers der Gruppe um den algerischen Islamisten Mokhtar Belmokhtar.

Einer der meistgesuchten Islamisten der Region: Mokhtar Belmokhtar (Foto: Keystone; Archiv)
Einer der meistgesuchten Islamisten der Region: Mokhtar Belmokhtar (Foto: Keystone; Archiv)

In der Nachricht wird das Attentat als Vergeltungsschlag für die Tötung eines führenden Al-Murabitun-Befehlshabers durch französische Soldaten im Dezember bezeichnet.

In der malischen Hauptstadt hatte in der Nacht zu Samstag eine Gruppe Bewaffneter ein Restaurant überfallen und das Feuer eröffnet. Ein Franzose und ein Belgier sowie drei Einheimische starben, mindestens acht Menschen wurden verletzt.

Schweizer für Notoperation in Dakar

Unter den Verletzten waren zwei Schweizer Armeeangehörige. Einer der Verletzten war in Mali für die UNO als Minenexperte im Einsatz, der zweite gehörte zur Abklärungsmission, welche sich um Lagerung und Vernichtung von gesammelter Munition kümmert.

Beide wurden nach Notoperationen am Samstag zur weiteren Behandlung in die senegalesische Hauptstadt Dakar ausgeflogen. Sie seien in stabilem Zustand und würden so bald wie möglich durch die Rega in die Schweiz zurückgeholt, erklärte die Schweizer Armee. Ein dritter Schweizer, der bei dem Anschlag auch in dem Restaurant war, wurde den Schweizer Angaben zufolge nicht verletzt.

«Aussicht auf Frieden zerstören»

Die malische Regierung hatte unmittelbar nach dem Attentat von einem «Terroranschlag» gesprochen, verübt von denen, «die kein anderes Ziel haben, als die Aussicht auf Frieden zu zerstören». Dies wurde als Anspielung auf die im Norden Malis operierenden islamistischen Rebellen interpretiert.

Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden des Landes zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die Blauhelm-Mission Minusma.

(SDA)

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