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Jeden Tag eine neue Grausamkeit

Staatliche Willkür, Polizeigewalt und Mangel machen das Leben in Zimbabwe zur Hölle. Selbst Lehrer kämpfen ums Überleben.

Zimbabwe selbst produziert kaum noch etwas – ausser Verzweiflung. Foto: Robin Hammond (Panos Pictures)

Zimbabwe selbst produziert kaum noch etwas – ausser Verzweiflung. Foto: Robin Hammond (Panos Pictures)

Es ist ein schöner Morgen Ende September, an dem Obert Masaraure das Jahr in Zahlen zusammenfasst. Es war für ihn so schlecht wie für das ganze Land Zimbabwe. «Ich wurde sechsmal verhaftet und zweimal entführt», sagt Masaraure. Er sitzt im kleinen Vorgarten eines Bungalows, der Rasen ist gemäht, die Garage geschlossen. Er zieht die Hosen­beine hoch, zeigt Narben und Beulen. «Die letzte Entführung ist erst ein paar Tage her. Sie haben mich sechs Stunden lang festgehalten, mit dem Kolben eines AK-47 Sturmgewehrs gegen meine Knöchel geschlagen und mich am ganzen Körper geprügelt.» Dann haben sie ihn wieder freigelassen, auf die Strasse geworfen und ihm gesagt, er solle künftig die Klappe halten.

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