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76 Tote bei Luftangriffen in Syrien

Regierungstruppen haben in Aleppo Wohngebiete aus der Luft mit Bomben attackiert – mindestens 76 Menschen starben. Wie Augenzeugen berichten, sollen unter den Toten auch 28 Kinder sein.

Viele Tote und Verletzte: Anwohner suchen nach dem Bombenangriff auf Aleppo nach Überlebenden. (15. Dezember 2013)
Viele Tote und Verletzte: Anwohner suchen nach dem Bombenangriff auf Aleppo nach Überlebenden. (15. Dezember 2013)
Reuters

Nach den Luftangriffen der syrischen Streitkräfte auf die Stadt Aleppo ist die Zahl der Toten nach Angaben von Aktivisten auf 76 Menschen gestiegen. Unter den Opfern des Bombardements von gestern auf von Rebellen gehaltene Stadtviertel seien 28 Kinder und vier Frauen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zuvor war von 36 Toten, darunter 15 Kinder, die Rede gewesen.

Den Angaben zufolge warf die syrische Armee sogenannte Barrel-Bomben über den Vierteln Haidarija, Ard al-Hamra, Suchur, Mardsche und mindestens zwei anderen von den Rebellen kontrollierten Bezirken ab. Bei diesen Waffen handelt es sich um selbst gebaute zylindrische Bomben, die neben Sprengstoff und Öl auch Nägel und allerhand kleiner spitzer oder scharfer Gegenstände enthalten, um grossen Schaden unter Menschen anzurichten.

Vorwiegend Alawiten

Nach Angaben des oppositionellen Medienzentrums von Aleppo wurden am Sonntag mindestens 25 dieser Bomben abgeworfen. Auf Videos im Internet, die angeblich aus Aleppo stammten, waren zerstörte Autos und von Bomben getroffene Häuser zu sehen.

Das Beobachtungszentrum teilte zudem mit, dass die Zahl der Toten nach dem Angriff islamistischer Extremisten vom Mittwoch im Ort Adra auf 32 gestiegen sei. Die Opfer seien vorwiegend Alawiten, denen auch Syriens Präsident Baschar al-Assad angehört. Ferner kamen bei der Attacke auch Drusen und Schiiten ums Leben, die ebenfalls Assad im Kampf gegen die vorwiegend sunnitischen Rebellen unterstützen.

(AP/AFP)

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