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Vezzalis nächstes Duell

Valentina Vezzali, die sechsfache Olympiasiegerin im Fechten, will in die Politik. Sie kandidiert bei den italienischen Parlamentswahlen auf der Liste von Mario Monti. Silvio Berlusconi liess dies nicht unkommentiert.

Jubelnde Siegerin: Vezzali nach ihrem Goldmedaillensieg bei den Olympischen Spielen 2008 von Peking.
Jubelnde Siegerin: Vezzali nach ihrem Goldmedaillensieg bei den Olympischen Spielen 2008 von Peking.
Reuters
Will dem Sport trotz Politik nicht den Rücken kehren: Valentina Vezzali während der Präsentation der Olympia-Uniformen in Rom. (10. Mai 2012)
Will dem Sport trotz Politik nicht den Rücken kehren: Valentina Vezzali während der Präsentation der Olympia-Uniformen in Rom. (10. Mai 2012)
Keystone
Glamourös: Vezzali 2008 auf dem roten Teppich am Filmfestival von Venedig.
Glamourös: Vezzali 2008 auf dem roten Teppich am Filmfestival von Venedig.
Keystone
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Bei den Olympischen Spielen in London verpasste Valentina Vezzali, Florett-Einzelsiegerin der Spiele in Sydney, Athen und Peking, einen historischen Triumph. Im Halbfinal unterlag sie ihrer Teamkollegin und späteren Silbermedaillengewinnerin Arianna Errigo und musste ihren Traum, als erste Sportlerin der Geschichte viermal in Folge in der gleichen Disziplin Olympiasiegerin zu werden, aufgeben. Dafür will die Sportlerin, die insgesamt sechs Olympiatitel holte, nun in der Politik hoch hinaus. Die 38-Jährige kandidiert bei den italienischen Parlamentswahlen im Februar auf der Liste des scheidenden Ministerpräsidenten Mario Monti, berichtet das «Handelsblatt».

Vezzali ist derzeit schwanger. Bei den Wahlen schliesst sie sich Montis Team an, weil sie «fest daran glaubt, dass Mario Monti Italiens Situation verbessern kann». Sollte die Olympiasiegerin bei den Wahlen vom 24. und 25. Februar erfolgreich sein, will sie ihre sportliche Karriere jedoch nicht aufgeben. Bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio will Vezzali dem Fechtsport erhalten bleiben.

«Vezzali wird ihr Wort nicht brechen»

Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi konnte es sich nicht verkneifen, während seines TV-Auftritts in der Sendung «Porta a Porta» die Kandidatur Vezzalis zu kommentieren. Laut «Corriere della Sera» sagte er: «Ich entschuldige mich bei Valentina Vezzali, dass ich sie nicht in meine Reihe von Kandidaten eingeladen habe. Ich werde das sicherlich nachholen und sie anrufen.»

Dies obwohl er sich sicher sei, dass Vezzali eine aufrichtige Person sei, die ihr Wort gegenüber Monti nicht brechen werde. Dennoch: «Hätte jemand aus meinem Lager – ich rede da nicht von mir – vor Monti Valentina Vezzali den Hof gemacht, sie hätte sicherlich eingewilligt.»

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