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Ungarn will Grenzzaun bis Ende August fertig haben

Ungarn will den Bau seines umstrittenen Zauns an der Grenze zu Serbien beschleunigen. Ursprünglich hatte es geheissen, der Zaun solle bis Ende November stehen.

So soll der Zaun auf einer Länge von 175 Kilometern aussehen: Ein Mitglied der ungarischen Streitkräfte schliesst die Tür zu Serbien.
So soll der Zaun auf einer Länge von 175 Kilometern aussehen: Ein Mitglied der ungarischen Streitkräfte schliesst die Tür zu Serbien.
Keystone

Der umstrittene Zaun an der ungarisch-serbischen Grenze soll früher fertig werden als ursprünglich geplant: Er werde bis zum 31. August fertig sein, sagte der rechtskonservative Ministerpräsident Viktor Orban nach Angaben der ungarischen Nachrichtenagentur MTI im rumänischen Baile Tusnad. Zuvor hatte es geheissen, der Zaun solle bis Ende November stehen.

Ungarische Soldaten hatten vor knapp zwei Wochen mit dem Bau eines ersten Teilstücks des insgesamt 175 Kilometer langen und vier Meter hohen Grenzzauns begonnen. Die Regierung will damit den wachsenden Zustrom illegaler Flüchtlinge stoppen, die über Serbien ins Land kommen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Irak, Afghanistan, Syrien, dem Kosovo und afrikanischen Staaten. Sie wollen in der Regel nicht in Serbien bleiben, sondern in anderen EU-Staaten wie Österreich oder Deutschland weiterreisen. Serbien gehört nicht zum Schengen-Raum, das EU-Mitglied Ungarn schon.

Das ungarische Parlament hatte vor kurzem die Asylgesetze verschärft, kurz darauf begannen die Behörden, Flüchtlinge in Zeltlagern in die Randgebiete zu verbannen. Orban sagte am Samstag, illegale Einwanderung sei mit Terrorismus verbunden, darüberhinaus führe sie zu einem Anstieg der Kriminalität und der Arbeitslosigkeit. «Europa sollte weiter den Europäern bleiben», sagte der umstrittene Regierungschef weiter.

AFP/woz

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