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Trotz starker Verluste klare Mehrheit für Rot-Grün in Bremen

Aus der Bremer Bürgerschaftswahl ist die SPD erwartungsgemäss als stärkste Kraft hervorgegangen – trotzdem spricht der Sieger von einem «bitteren Wahlabend».

«Es ist ein bitterer Wahlabend»: Bürgermeister Jens Böhrnsen, Spitzenkandidat der SPD. (10. Mai 2015)
«Es ist ein bitterer Wahlabend»: Bürgermeister Jens Böhrnsen, Spitzenkandidat der SPD. (10. Mai 2015)
Julian Stratenschulte, AFP

Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen haben die beiden Regierungsparteien SPD und Grüne laut amtlicher Hochrechnung trotz starker Verluste erneut eine klare Mehrheit der Sitze errungen.

Eine Hochrechnung, die auf 100 Prozent der Stimmzettel in Bremerhaven und 89 Prozent der Stimmzettel in Bremen beruhte, ergibt:

  • 1. SPD: 32,9 Prozent der Stimmen; 30 Sitze in der Bürgerschaft
  • 2. CDU: 22,6 Prozent; 20 Sitze
  • 3. Grünen: 15,3 Prozent; 14 Sitze
  • 4. die Linke: 9,2 Prozent; 8 Sitze
  • 5. FDP: 6,5 Prozent; 6 Sitze
  • 6. AfD: 5,5 Prozent; 4 Sitze
  • 7. Partei Bürger in Wut (BIW): 3,3 Prozent; 1 Sitz

Die SPD musste im Vergleich zur Bürgerschaftswahl von 2011 einen Stimmenrückgang um 5,7 Prozentpunkte verbuchen, die Grünen verloren sogar 7,2 Prozentpunkte. Die CDU legte nur leicht um 2,2 Prozentpunkte zu. Die Linke steigerte sich hingegen um 3,6 Prozentpunkte, die FDP sogar um 4,1 Prozentpunkte. Die rechtsextreme NPD kam nach 1,6 Prozent im Jahr 2011 nun nur noch auf 0,2 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 50 Prozent – so niedrig wie nie zuvor in einem westdeutschen Bundesland. Das vorläufige Endergebnis wird erst für Mittwoch erwartet.

«Bitterer Wahlabend»

SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen hatte nach dem Urnengang von einem «bitteren Wahlabend» gesprochen und eine kritische Fehleranalyse angekündigt. Gleichwohl habe die SPD einen klaren Regierungsauftrag erhalten, hob Böhrnsen hervor. «Erste Wahl bleibt die Fortsetzung von Rot-Grün in Bremen», bekannte er sich auch zur bisherigen Koalition.

AFP/thu/chk

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