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Strauss-Kahn in Paris gelandet

Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds ist am Morgen in Frankreich eingetroffen. Am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle war ein Grossaufgebot der Polizei im Einsatz.

Strahlemann: Dominique Strauss-Kahn nach seiner Ankunft in Paris. (4. September 2011)
Strahlemann: Dominique Strauss-Kahn nach seiner Ankunft in Paris. (4. September 2011)
Keystone
Von Polizisten eskortiert: Dominique Strauss-Kahn und seine Gattin verlassen den Flughafen Charles de Gaulle. (4. September 2011)
Von Polizisten eskortiert: Dominique Strauss-Kahn und seine Gattin verlassen den Flughafen Charles de Gaulle. (4. September 2011)
Reuters
Auf dem Weg zum Flughafen: Strauss-Kahn verlässt mit seiner Frau Anne Sinclair das Appartment in New York. (3. September 2011)
Auf dem Weg zum Flughafen: Strauss-Kahn verlässt mit seiner Frau Anne Sinclair das Appartment in New York. (3. September 2011)
Keystone
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Knapp vier Monate nach seiner Festnahme in New York ist der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, in seine Heimat Frankreich zurückgekehrt. Zusammen mit seiner Ehefrau Anne Sinclair landete er am Sonntagmorgen auf dem Pariser Flughafen Roissy Charles de Gaulle. Am Flughafen wurde der 62-Jährige von zahlreichen Journalisten erwartet, als die Maschine gegen 07.05 Uhr ankam. Ein Grossaufgebot der Polizei war im Einsatz. Das Paar ging lächelnd, aber schweigend sofort zu einem schwarzen Wagen und fuhr davon.

Auch als das Paar in der gemeinsamen Wohnung an der eleganten Pariser Place des Vosges ankam, äusserte Strauss-Kahn sich nicht gegenüber den zahlreichen Journalisten. Aus seinem Umfeld hiess es, der 62-Jährige werde am Sonntag keine Stellungnahme mehr abgeben.

Strauss-Kahn war am späten Samstagabend (Ortszeit) vom New Yorker Flughafen John F. Kennedy losgeflogen. Auf demselben Flughafen war Strauss-Kahn am 14. Mai festgenommen worden, nachdem ein New Yorker Zimmermädchen ihn beschuldigt hatte, sie in einem Hotel sexuell attackiert zu haben. Wenige Tage später trat der Franzose als IWF-Chef zurück. Ein US-Gericht stellte das Strafverfahren gegen Strauss-Kahn dann vor knapp zwei Wochen ein, weil die Klägerin als unglaubwürdig eingeschätzt wurde.

Gespanntes Warten auf Rede

Strauss-Kahn, der vor seiner Festnahme als einer der Favoriten für die Präsidentschaftswahl in Frankreich im kommenden Jahr gegolten hatte, hatte nach der Einstellung des Strafverfahrens erklärt, er wolle schnell nach Frankreich zurückkehren und sich öffentlich erklären. Seine Stellungnahme wird mit Spannung erwartet. Strauss-Kahn hatte stets von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht und bislang keine eigene Version über die Geschehnisse im New Yorker Hotel geliefert.

Die Rückkehr Strauss-Kahns fällt mitten in die heisse Phase vor den parteiinternen Vorwahlen der französischen Sozialisten und könnte einige der Kandidaten in Verlegenheit bringen. Viele von ihnen haben sich bereits von Strauss-Kahn distanziert, darunter auch Sozialistenschefin Martine Aubry.

Umfragen zufolge will eine Mehrheit der Franzosen Strauss-Kahn nicht mehr in einer wichtigen politischen Rolle sehen. Bis zu seiner Festnahme hatte Strauss-Kahn in allen Umfragen zur Präsidentschaftswahl geführt, die nächstes Frühjahr stattfindet.

Ermittlungen auch in Frankreich

In seiner Heimat steht Strauss-Kahn indes weiter juristisches Ungemach bevor. Die Staatsanwaltschaft Paris untersucht die Vorwürfe der französischen Autorin Tristane Banon, die Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung bei einem Treffen vor acht Jahren angezeigt hat.

Zu diesem Fall sind in den kommenden Wochen mehrere Anhörungen geplant; die Staatsanwaltschaft wird dann entscheiden, ob sie ein formelles Ermittlungsverfahren einleitet. Banons Mutter, Anne Mansouret, bezeichnete Strauss-Kahns Rückkehr am Sonntag als «anstössig».

dapd/kpn

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