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Stimmen aus dem Bauch der Banlieue

Der Bondy Blog, einst von Schweizer Journalisten gegründet, ist die Stimme der französischen Vorstädte. Engagiert, humorvoll – aber ohne Illusionen vor der Präsidentenwahl.

Die klassische Banlieue: Der Wochenmarkt in Bondy im August 2010.
Die klassische Banlieue: Der Wochenmarkt in Bondy im August 2010.
Corentin Fohlen (The New York Times, Laif)

Man sollte den Bus nehmen nach Bondy, den 351er ab Gallieni. Und plötzlich verschwindet Paris im Rückspiegel. Abrupt. 15 Kilometer über den «Périph», die Ringstrasse. Der Bus ist voll mit Menschen von überall, die sich nichts zu sagen haben. Manche sitzen am Boden. Andere schlafen, das Gesicht an die Glasscheiben gepresst. Die Graffiti an den Lärmschutzwänden draussen sind verwaschen, viel Abfall liegt in den Strassengräben. Es würde passen, wenn es noch regnete. Aber es ist schön. Idir Hocini steht mit seinem Auto an der Bushaltestelle. 1500 Euro bezahlte er dafür, mehr ist es ja auch nicht wert. Den Führerschein hat er seit zwei Monaten: «Steig ein, wenn du es wagst.» Selbstironie ist eine Stärke.

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