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Sepp Blatter sollte den Journalisten danken

Lauschangriff, versteckte Kamera, falsche Identität – die «Sunday Times» ging mit ihrer Fifa-Recherche an die Grenze der Legalität.

Die Reporter der Londoner «Sunday Times» haben in den vergangenen drei Monaten die Vergabepraxis der Fifa für die Fussballweltmeisterschaften 2018 und 2022 mit Mitteln der verdeckten Recherche ausgeleuchtet. Sie gaben sich eine Legende als Lobbyisten für die amerikanische Kandidatur, nahmen ihre Informanten mit versteckter Kamera auf und zeichneten die Gespräche heimlich auf. Das Ergebnis hat in den letzten Tagen Aufsehen erregt, führte zur provisorischen Suspendierung zweier Funktionäre und einem laufenden Verfahren des Fifa-Ethikkomitees. Ausserdem wurde der Ruf des ehemaligen Fifa-Generalsekretärs Michel Zen-Ruffinen lädiert, bot er sich den vermeintlichen Lobbyisten doch als Berater für erfolgreichen Stimmenkauf an. Eine aufwendige Recherche mit spektakulärem Ergebnis, über die international breit berichtet wurde.

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