Salvini sucht die Eskalation

Italiens Innenminister legt sich offen mit dem Präsidenten und den Richtern an. Sein wichtigstes Versprechen aber gibt er auf.

Innenminister Matteo Salvini mit Staatspräsident Sergio Mattarella bei der Vereidigung. Foto: Getty Images

Oliver Meiler@tagesanzeiger

Von einem Innenminister sollte man gemeinhin annehmen dürfen, dass er die Prinzipien des Rechtsstaats respektiert, besser noch: aktiv bewirbt. Zumal im demokratischen Westen. Seitdem in Italien Matteo Salvini Innenminister ist, geraten aber einige alte Gewissheiten aus den Fugen. Nun kommt es vor, dass der Minister die Häfen des Landes selbst für Schiffe der nationalen Küstenwache schliessen lässt und 177 Migranten, die sich da gerade an Bord befinden, einfach mal zehn Tage wie Geiseln festhält und sich dann erstaunt gibt, dass wegen «schwerwiegender Freiheitsberaubung» gegen ihn ermittelt wird.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt