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Rubygate und Italien – ein Land ausser Rand und Band

Am Mittwoch beginnt in Mailand der Prozess gegen Berlusconi wegen Amtsmissbrauchs und Prostitution. Und dieser ist mehr als nur ein Sonderfall.

Das Referendum über die Atomkraft war die zweite Abfuhr für Berlusconi in wenigen Wochen: AKW-Gegner in Rom feiern ihren Sieg. (13. Juni 2011)
Das Referendum über die Atomkraft war die zweite Abfuhr für Berlusconi in wenigen Wochen: AKW-Gegner in Rom feiern ihren Sieg. (13. Juni 2011)
AFP
Der Cavaliere strahlt nicht mehr: Noch bevor alle Stimmen ausgezählt waren, räumte Silvio Berlusconi vor den Medien seine Niederlage im Referendum über die Atomkraft ein. (13. Juni 2011)
Der Cavaliere strahlt nicht mehr: Noch bevor alle Stimmen ausgezählt waren, räumte Silvio Berlusconi vor den Medien seine Niederlage im Referendum über die Atomkraft ein. (13. Juni 2011)
Reuters
Berlusconis Eskapaden inspirieren die italienischen Souvenirmacher. Geschäfte in Neapel verkaufen Figuren, die den «Cavaliere» als Superman in Begleitung von Barbies zeigen.
Berlusconis Eskapaden inspirieren die italienischen Souvenirmacher. Geschäfte in Neapel verkaufen Figuren, die den «Cavaliere» als Superman in Begleitung von Barbies zeigen.
Keystone
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Lassen wir einmal die – umstrittene – Frage beiseite, ob der italienische Premierminister mit der damals 17-jährigen Marokkanerin Ruby Rubacuori Sex gegen Bezahlung hatte. Als Fakt bleibt: Derselbe Berlusconi hat Ende Mai 2010 persönlich in der Mailänder Polizeiwache angerufen, um die Freilassung derselben Ruby zu veranlassen, die wegen des Verdachts auf Diebstahl einvernommen wurde. Selbst wenn er tatsächlich geglaubt hat, es handle sich um eine Nichte des früheren ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak: In welchem demokratischen Land müsste der Regierungschef nach einem solchen Vorfall nicht zurücktreten?

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