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Religiöses Projekt unter Verdacht

Saudiarabien hat in Wien ein umstrittenes Zentrum für den interreligiösen Dialog eröffnet.

Ehrengäste an der Eröffnungsfeier: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon (rechts) und Abdullah Al Turki, Präsident der Islamischen Weltliga.
Ehrengäste an der Eröffnungsfeier: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon (rechts) und Abdullah Al Turki, Präsident der Islamischen Weltliga.
Reuters

Das prachtvolle Palais, das den Vertretern der Weltreligionen künftig als Büro und Residenz dienen soll, wird noch renoviert. Doch die Gründungsfeier fand ohnehin in noch noblerem Rahmen statt: Gestern Abend eröffnete UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg gemeinsam mit Prominenz aus Politik und Kirchen das «internationale König-Abdallah-bin-Abdul-Aziz-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog» (KAICIID). Der greise saudische König Abdallah hatte die Gründung eines interreligiösen Zentrums zum ersten Mal bei seinem Besuch im Vatikan 2007 vorgeschlagen. Die österreichische Regierung bot Wien als Sitz des Zentrums an, die Saudis konnten für den relativ günstigen Preis von 13 Millionen Euro ein Palais an der Wiener Ringstrasse erwerben.

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