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Polizei findet keine Hinweise auf Varoufakis' Grexit-Geheimplan

Griechenlands Ex-Finanzminister behauptete, sein Team habe sich in Millionen von Steuerkonten gehackt, um die Einführung einer Parallelwährung vorzubereiten. Beweise gibt es nicht.

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Erzählte vor Managern vom angeblichen Hacking: Griechenlands Ex-Finanzminister Giannis Varoufakis. (31. Juli 2015)
Erzählte vor Managern vom angeblichen Hacking: Griechenlands Ex-Finanzminister Giannis Varoufakis. (31. Juli 2015)
Keystone

Die griechische Polizei hat keine Spuren des angeblichen Hacker-Manövers von Ex-Finanzminister Giannis Varoufakis zur Vorbereitung eines Ausstiegs aus dem Euro gefunden. Eine Polizeiquelle sagte der amtlichen Nachrichtenagentur ANA, Spezialermittler hätten bei der Analyse von Festplatten des Finanzministeriums keine Hinweise darauf gefunden, dass das Ministerium in die Steuerkonten von Millionen Griechen eingedrungen sei, um den Aufbau einer Parallelwährung vorzubereiten. Das Ministerium selbst ermittelt dazu ebenfalls.

Varoufakis hatte im Juli nach seinem Amtsrücktritt vor Managern von seinem angeblichen Manöver berichtet. Demnach drang ein kleines Mitarbeiterteam auf seine Anordnung in das Steuerregister ein, um die Nummern der Steuerzahler zu «duplizieren». So sollte aus dem Stegreif ein paralleles Währungssystem eingeführt werden können, sollte Athen beim Scheitern der Verhandlungen mit den Gläubigern aus dem Euro fliegen.

Mit einem «Verteidigungsplan» beauftragt

Ministerpräsident Alexis Tsipras verteidigte Varoufakis' Vorgehen. Er habe seinen damaligen Minister mit einem «Verteidigungsplan» beauftragt, sagte er kürzlich. Seine Regierung habe aber nie die Absicht verfolgt, tatsächlich aus dem Euro auszusteigen.

Die Schuldenkrise stand auf Messers Schneide, als die Griechen in einem Referendum mehrheitlich Nein zu den Forderungen der Gläubiger sagten. Varoufakis war am Morgen nach dem Referendum zurückgetreten. Eine Woche später akzeptierte Tsipras im Grundsatz die Auflagen der Euro-Länder für ein drittes Hilfspaket und wendete damit die Staatspleite zumindest vorerst ab.

(AFP)

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