Zum Hauptinhalt springen

Obama lädt Merkel zu sich ein

Weil die USA Angela Merkels Handy überwachen liessen, herrschte zwischen den beiden Ländern Eiszeit. Jetzt bekam die deutsche Kanzlerin einen überraschenden Anruf.

Nach dem Skandal um die Überwachungsprogramme des Geheimdienstes NSA hat US-Präsident Barack Obama Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Besuch in Washington eingeladen. Obama habe Merkel bei einem Telefonat zur Bildung ihrer neuen Regierung gratuliert und der Kanzlerin eine «baldige» Genesung nach ihrem Ski-Unfall gewünscht, erklärte das Weisse Haus. Ob auch die NSA-Affäre Thema des Gesprächs war, wurde nicht mitgeteilt.

Der Merkel-Besuch in der US-Hauptstadt könnte den Angaben zufolge «in den kommenden Monaten» stattfinden. Ein genauer Termin wurde nicht genannt. Das Telefonat habe sich unter anderem um das geplante transatlantische Freihandelsabkommen und den NATO-Gipfel im September in Grossbritannien gedreht, erklärte das Weisse Haus. Obama und Merkel würde sich darauf freuen, die «gemeinsamen Interessen» beider Länder voranzubringen.

Seit Juni sind durch die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden eine Reihe von Spähaktivitäten der NSA und verbündeter Geheimdienste ans Licht gekommen, die das Verhältnis zwischen Washington und Berlin belasten. So überwachte die NSA nicht nur massenhaft E-Mails und Telefonate von Menschen rund um die Welt, sondern soll unter anderem auch das Handy von Merkel abgehört haben.

AFP/ajk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch