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«Mutter Gottes, erlöse uns von Wladimir Putin!»

Drei Mitglieder der russischen Frauenband Pussy Riot stehen vor Gericht, weil sie in der Moskauer Christerlöserkathedrale ein «Punkgebet» gegen Präsident Wladimir Putin aufgeführt haben.

Überfallmässiger Auftritt: Pussy Riot bei ihrer Performance in der Saviourkathedrale in Moskau. (21. Februar 2012)
Überfallmässiger Auftritt: Pussy Riot bei ihrer Performance in der Saviourkathedrale in Moskau. (21. Februar 2012)
Keystone

Seit Anfang März sitzen die jungen Frauen in Untersuchungshaft, heute Freitag beginnen die ersten Anhörungen. 3000 Seiten Akten hat die russische Staatsanwaltschaft gegen Marija Aljochina (24), Jekatarina Samuzewitsch (30) und Nadja Tolokno (23) gesammelt. Dabei ist der Tatbestand schnell erzählt: Die Punkerinnen stürmten im Februar in grellen Gewändern und mit ebenso farbigen Masken vor dem Gesicht die Christerlöserkathedrale im Herzen Moskaus. Sie bauten sich blitzschnell vor dem Hochaltar auf, wo sich eigentlich nur Popen aufhalten dürfen, warfen sich auf die Knie und baten mit zarten Stimmchen und in liturgischer Tonart die Mutter Gottes, sie von Putin zu erlösen.

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