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Mladic blitzt vor serbischem Gericht ab

Der mutmassliche Kriegsverbrecher Ratko Mladic kann nach Den Haag überstellt werden. Ein serbisches Gericht hat seinen Berufungsantrag gegen die Auslieferung abgelehnt.

Die Berufung gegen die Überstellung Mladics war heute beim Gericht eingegangen. Mladics Anwalt hatte das Schreiben gestern etwa eine Stunde vor Fristablauf abgegeben und darin erklärt, sein Mandant sei sowohl geistig als auch körperlich nicht in der Verfassung, einen Prozess durchzustehen.

Bereits vor dem erwarteten Richterspruch hatte es geheissen, Mladic könne schon heute Abend oder morgen an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien nach Den Haag überstellt werden.

Heute am frühen Morgen durfte Mladic noch das Grab seiner Tochter Ana besuchen, die 1994 Selbstmord begangen hatte. Der Besuch des 69- Jährigen am Grab seiner Tochter fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Nach 16 Jahren festgenommen

Der meistgesuchte mutmassliche Kriegsverbrecher Europas war in der vergangenen Woche nach fast 16 Jahren auf der Flucht in einer Ortschaft nördlich von Belgrad festgenommen worden. Dem früheren militärischen Führer der bosnischen Serben im Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 werden Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Er soll unter anderem das Massaker von Srebrenica befohlen haben, bei dem 8000 muslimische Jungen und Männer ermordet wurden. Ausserdem soll er massgeblich für die vierjährige Belagerung von Sarajevo verantwortlich gewesen sein.

SDA/rub

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