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Mit Tränengas und Trillerpfeifen ins Parlament

Chaotische Szenen während einer Sitzung des Parlaments im Kosovo. Linksnationale Oppositionelle protestierten gegen den politischen Einfluss Serbiens.

Rauchschwaden im Parlament: Ein Politiker schützt sich vor dem Tränengas, das oppositionelle im Parlament gezündet hatten. (8.10.2015)
Rauchschwaden im Parlament: Ein Politiker schützt sich vor dem Tränengas, das oppositionelle im Parlament gezündet hatten. (8.10.2015)
Petrit Prenaj, Keystone

Wer am Donnerstag die Sitzung des kosovarischen Parlaments im Fernsehen verfolgte, der wähnte sich in einem hässlichen Fussballspiel der dritten Liga. Mit Trillerpfeifen, Rangeleien und üblen Beschimpfungen versuchten Dutzende oppositionelle Parlamentarier, die Sitzung zu unterbrechen. Als die Mehrheit der Volksvertreter trotz des Lärms einfach weiter arbeitete und über Gesetze abstimmte, erhoben sich plötzlich Rauchwolken im Parlament. Gezündet hatte die Tränengaspetarde Albin Kurti, einer der Führer der linksnationalistischen Partei Vetëvendosje (Selbstbestimmung). Sie ist die drittstärkste politische Kraft in Kosovo und fällt immer wieder auf mit gewalttätigen Aktionen ausserhalb und in letzter Zeit auch innerhalb des Parlaments.

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