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Linke und Rechte geraten in London aneinander

Rund 150 Anhänger der rechtsextremen British National Party demonstrierten in London gegen den Islamismus. Bei der Kundgebung gab es Auseinandersetzungen mit linken Gegendemonstranten.

31 Personen wurden in London festgenommen: Polizisten halten ein BNP-Mitglied fest. (1. Juni 2013)
31 Personen wurden in London festgenommen: Polizisten halten ein BNP-Mitglied fest. (1. Juni 2013)
Keystone

Rund anderthalb Wochen nach dem brutalen Mord an einem britischen Soldaten auf offener Strasse haben rund 150 Anhänger der rechtsextremen British National Party (BNP) in London gegen den Islamismus demonstriert. Auf Spruchbändern forderten sie «Prediger des Hasses, raus!» Einer der Organisatoren, Adam Walker, warf der Regierung eine zu nachgiebige Haltung gegen radikale Islamisten vor.

An einer Gegenkundgebung beteiligten sich unterdessen hunderte Anhänger linksgerichteter Organisationen und Gewerkschafter. «Wir überlassen der BNP nicht die Strasse, denn wir wollen zeigen, dass sie wenige und wir viele sind, dass wir vereint sind gegen diese faschistische Bedrohung», sagte der Chef der Bewegung «Unite against Fascism», Steve Hart, der Nachrichtenagentur AFP.

Mord als Vergeltung?

Ein Grossaufgebot der Polizei hielt die beiden Demonstrationszüge in der Nähe des Parlaments voneinander getrennt. Für kurze Zeit stieg die Spannung zwischen den beiden Gruppierungen, als ein BNP-Mitglied mit blutiger Nase zu seiner Kundgebung dazustiess und behauptete, er sei von einem Vertreter der Gegendemo angegriffen worden.

Offenbar kam es noch zu Zusammenstössen zwischen Anhängern des rechten und des linken Lagers. 31 Menschen wurden festgenommen, wie Scotland Yard mitteilte. Demonstranten aus dem linken Lager hätten sich nicht an die Anweisungen der Polizei gehalten. Auch im schottischen Edinburgh kam es zu Demonstrationen.

Der 25-jährige Soldat Lee Rigby war am 22. Mai am helllichten Tag auf offener Strasse in London regelrecht hingerichtet worden. Die beiden mutmasslichen Täter sind nigerianischer Abstammung. Einer von ihnen hatte gesagt, er habe den Soldaten als Vergeltung für die Tötung von Muslimen ermordet.

SDA/kpn

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