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Le Pen geht nach Sieg vor Gericht in die Offensive

Jean-Marie Le Pen plant neue Schritte gegen seine Tochter. Richter hatten zuvor die Suspendierung seiner Mitgliedschaft im Front National aufgehoben.

Bleibt vorerst Mitglied im Fron National: Jean-Marie Le Pen spricht vor dem Parteisitz zu Medienvertretern in Nanterre. (3. Juli 2015)
Bleibt vorerst Mitglied im Fron National: Jean-Marie Le Pen spricht vor dem Parteisitz zu Medienvertretern in Nanterre. (3. Juli 2015)
Thomas Samson, AFP

Im Streit zwischen Vater und Tochter Le Pen ist kein Ende in Sicht: Der Gründer von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, geht nun gerichtlich gegen den geplanten Entzug seiner Ehrenpräsidentschaft in der Partei vor.

Für Dienstag ist laut Le Pen eine Gerichtsanhörung in Nanterre bei Paris geplant. Um dem 87-Jährigen die FN-Ehrenpräsidentschaft zu entziehen, soll dieser Titel aus den Parteistatuten gestrichen werden. Die Front-National-Mitglieder haben bis zum 10. Juli Zeit, darüber per Briefwahl abzustimmen.

Le Pens Anwalt Frédéric Joachim sagte, die Abstimmung erfolge «unter illegalen Bedingungen» und laufe den Parteistatuten zuwider. Sein Mandant werde deshalb unter anderem die Wahlmethode anfechten.

Suspendierung der FN-Mitgliedschaft nicht rechtens

Le Pen liegt mit seiner Tochter, der derzeitigen FN-Chefin Marine Le Pen im Streit. Diese hatte im April mit ihrem Vater gebrochen, nachdem dieser mit erneuten antisemitischen Provokationen für Aufregung gesorgt hatte. Er torpedierte damit den Kurs seiner Tochter, der FN mit einer Abkehr von seinen offen rassistischen und antisemitischen Parolen ein respektableres Ansehen zu verschaffen und so neue Wähler zu gewinnen.

Anfang Mai setzte die FN-Spitze als Reaktion auf die Äusserungen die Parteimitgliedschaft des 87-Jährigen aus. Das Gericht in Nanterre erklärte die Suspendierung am Donnerstag jedoch aus formalen Gründen für nicht rechtens.

SDA

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