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Lady Gaga sagt Konzerte in Paris ab

Der Popstar befürchtet, dass ihre Bühnen-Utensilien wegen des Streiks nicht in der französischen Hauptstadt ankommen. Der Reiseverkehr im Land ist am Donnerstag weiter blockiert.

Entspannung beim Treibstoff: Ein Tanklastwagen verlässt eine Raffinerie in Donges.
Entspannung beim Treibstoff: Ein Tanklastwagen verlässt eine Raffinerie in Donges.
Keystone
Zieht die Fäden: Der 16-jährige Chef der linken Gewerkschaft der Gymnasiasten, Victor Colombani.
Zieht die Fäden: Der 16-jährige Chef der linken Gewerkschaft der Gymnasiasten, Victor Colombani.
AFP
Auslandsverbindungen betroffen: Auch die TGV-Angestellten streiken.
Auslandsverbindungen betroffen: Auch die TGV-Angestellten streiken.
Keystone
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US-Popstar Lady Gaga hat zwei in Paris geplante Konzerte wegen der Streikwelle abgesagt. Auf ihrer Website teilte sie mit, dass es aufgrund der aktuellen Situation unsicher sei, ob die Lastwagen wie geplant das Equipment für die Show zu den Konzerten transportieren kann.

Am Donnerstagmorgen blockierten Streikende den Flughafen in Marseille. Passagiere mussten ihr Gepäck zu Fuss zu dem blockierten Abfertigungsgebäude tragen. In der Gegend von Le Havre sperrten Demonstranten eine Autobahn. Auch zahlreiche Schulen und Universitäten sind weiterhin von Protestaktionen betroffen.

Abstimmung weiter vertagt

Die Regierung hofft darauf, die umstrittene Rentenreform noch während den am Wochenende beginnenden Herbstferien zu verabschieden und damit der Protestbewegung den Wind aus den Segeln zu nehmen. Derzeit wird der Text im Senat diskutiert. Die Regierungsmehrheit verzichtet weitgehend auf Kommentare, um die Diskussionen nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Sie wirft der Opposition Verzögerungstaktik vor.

Innenminister Brice Hortefeux räumte derweil ein, dass es Schwierigkeiten bei der Verteilung des Benzins gebe. «Es gibt aber Reserven für mehrere Wochen», sagte er dem Sender Europe 1. Es gebe gar «eine wirkliche, langsame Verbesserung», sagte Umweltminister Jean-Louis Borloo im Radio. Er geriet in die Kritik, weil er die Schwierigkeiten bei der Benzinversorgung anfangs schlicht geleugnet hatte. «Er hat sich um eine Null vertan und von 300 statt von 3000 Tankstellen ohne Benzin gesprochen», schimpfte ein ungenannter Ministerkollege im «Figaro».

Laut Industrieminister Christian Estrosi wurde in der Nacht die Blockade von einem der wichtigsten Öllager in Rouen im Nordwesten des Landes aufgelöst. 14 der 219 Depots in Frankreich würden weiter blockiert, sagte Hortefeux. Ein Viertel der Tankstellen habe kein Benzin, der Rest sei wenigstens teilweise versorgt. Schwierig ist die Lage nach wie vor im Grossraum Paris.

SDA/oku

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