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Kritik an Putins Webcams für den Wiederaufbau

In Russland wird über die Webcams gestritten, deren Einrichtung Regierungschef Wladimir Putin angeordnet hatte, um den Wiederaufbau der bei Waldbränden zerstörten Dörfer zu verfolgen.

Von Aufbau nicht viel zu sehen: Die Webseite mit den Webcams.
Von Aufbau nicht viel zu sehen: Die Webseite mit den Webcams.

Der Vize-Minister für Regionalentwicklung, Konstantin Korolewski, klagte am Freitag laut Interfax darüber, dass die Kameras nur Wiesen und Felder, aber keine Bauarbeiten zeigten. Putin hatte angeordnet, dass Webcams den Fortgang des Wiederaufbaus in Echtzeit in sein Büro, seine Wohnung und auf seine Website übertragen. Es sei «nicht immer klar, dass tatsächlich gearbeitet wird, und ob dies nach Plan geschieht», sagte Korolewski.

Das zuständige Informationsministerium konterte, die Kameras seien einfach schneller installiert worden, als die Arbeiten begonnen hätten. «Die Telekomexperten haben ihre Arbeit sehr viel schneller erledigt, als das Ministerium für Regionalentwicklung brauchte, um die Bauarbeiten anzufangen», erklärte das Ministerium laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass: «Sobald die Arbeit wirklich aufgenommen wird, werden die Kameras auch auf die Baustellen gerichtet werden.»

Putins Kamerainitiative folgte auf Kritik an den Behörden, die auf die verheerenden Waldbrände in Russland nach Auffassung vieler Menschen zu schleppend reagierten. Im Dorf Werchnjaja Wereja war Putin bei einem Besuch von den Bewohnern sogar ungewöhnlich heftig angegangen worden. Die Bilder vom Wiederaufbau sollen zeigen, dass die Führung die Krise fest im Griff hat. Auch in Werchnjaja Wereja ist eine Kamera installiert.

AFP/raa

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