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König vereidigt Sozialist Sánchez als Regierungschef

Als erster Ministerpräsident in der Geschichte Spaniens hat Pedro Sánchez bei seiner Vereidigung auf eine Bibel verzichtet.

Pedro Sánchez, König Felipe VI. und Vorgänger Mariano Rajoy (v.l.n.r.) bei der Vereidigung im Zarzuela-Palast. Video: Tamedia/AFP

Der Sozialist Pedro Sánchez ist am Samstag von König Felipe VI. als neuer spanischer Regierungschef vereidigt worden. Der 46-Jährige legte den Amtseid an Vormittag im Zarzuela-Palast am Stadtrand von Madrid ab.

Der neue Premierminister nimmt nach dem Misstrauensvotum Stellung zu seinem neuen Amt. Video: Tamedia/AFP

Damit ist Sánchez der siebte Ministerpräsident des Landes seit dem Ende der Franco-Diktatur 1975 - und der erste, der ohne Parlamentswahl an die Macht gekommen ist. Erstmals in der Geschichte Spaniens verzichtete ein Ministerpräsident bei seiner Vereidigung auf eine Bibel.

180 von 350 Parlamentarier für Sánchez

Sánchez hatte Ende vergangener Woche einen konstruktiven Misstrauensantrag gegen seinen Vorgänger Mariano Rajoy eingebracht, nachdem dessen konservative Volkspartei (PP) in einer Korruptionsaffäre vom nationalen Strafgerichtshof zu einer Geldstrafe und mehrere frühere PP-Mitglieder zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren.

Mariano Rajoy verabschiedet sich - noch vor dem Misstrauensvotum. (1. Juni 2018)
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Str, Reuters
Von Seiten der Partido Popular gab es noch Applaus.
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Pierre-Philippe Marcou, AFP
Dessen Vorgehen komme zu einem ungünstigen Zeitpunkt und schade ganz Spanien, sagte Rajoy. (25. Mai 2018)
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AP, Keystone
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Am Freitag hatte er das Votum im Parlament gewonnen: 180 Mitglieder des 350-köpfigen Parlaments stimmten für den Ökonomiedozenten, der die Sozialistische Partei (PSOE) seit 2014 führt. Rajoy nahm an der Vereidigung seines Nachfolgers teil.

Position zu Katalonien unklar

Nun muss Sánchez sein Kabinett zusammenstellen. Es wird erwartet, dass das als linkspopulistisch eingestufte Bündnis Unidos Podemos, das die PSOE bei der Abstimmung unterstützt hat, auf mehrere Ministerposten hofft.

Unklar war, welche Zugeständnisse er mehreren kleinen Regionalparteien - unter anderem aus der Krisenregion Katalonien - für ihre Unterstützung machen will. Bis zur Vereidigung des neuen Kabinetts blieben zunächst die Minister aus der Regierung Rajoy im Amt, berichteten spanische Medien am Samstag.

SDA/sep

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