Zum Hauptinhalt springen

Jean-Marie Le Pen siegt vor Gericht gegen Tochter

Im Mai hatte die Front-National-Spitze den Parteigründer ausgeschlossen. Dies sei nicht rechtens gewesen, entschied ein Richter.

Ging rechtlich gegen die Suspendierung vor: Jean-Marie Le Pen im Mai 2014 in Paris.
Ging rechtlich gegen die Suspendierung vor: Jean-Marie Le Pen im Mai 2014 in Paris.
Keystone

Im erbitterten Streit mit seiner Tochter Marine hat Front-National-Gründer Jean-Marie Le Pen einen juristischen Sieg errungen. Ein Gericht in Nanterre nahe Paris erklärte die Suspendierung der FN-Parteimitgliedschaft des 87-Jährigen wegen eines Formfehlers für nicht rechtens. Die von seiner eigenen Tochter durchgesetzte Strafmassnahme gegen den Parteigründer wurde aufgehoben.

FN-Chefin Marine Le Pen hatte im April mit ihrem Vater gebrochen, nachdem dieser mit erneuten antisemitischen Provokationen für Aufregung gesorgt hatte. Im Mai setzte die FN-Spitze die Parteimitgliedschaft des 87-Jährigen aus; der Titel des FN-Ehrenpräsidenten soll ihm entzogen werden.

Grund für die parteiinternen Strafen waren erneute antisemitische Äusserungen des Parteigründers. Unter anderem bezeichnete er - zum wiederholten Male - die NS-Gaskammern als «Detail» der Geschichte. Er torpedierte damit den Kurs seiner Tochter, der Front National mit einer Abkehr von seinen offen rassistischen und antisemitischen Parolen ein respektableres Ansehen zu verschaffen und so neue Wähler zu gewinnen.

AFP/woz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch