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IWF überweist Griechenland weitere Milliarden

Die Länder der Eurozone wollen nicht vor April 2014 über einen weiteren Schuldenerlass für Griechenland beraten. Zuvor gab es jetzt aber nochmals 1,7 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds.

Finanzminister unter sich: Yannis Stournaras empfängt seinen niederländischen Kollegen Jeroen Dijsselbloem in Athen. (31. Mai 2013)
Finanzminister unter sich: Yannis Stournaras empfängt seinen niederländischen Kollegen Jeroen Dijsselbloem in Athen. (31. Mai 2013)
Keystone

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am Freitag eine weitere Hilfstranche für Griechenland in Höhe von 1,7 Milliarden Euro freigegeben. Damit zahlte die Organisation bisher 6,6 Milliarden Euro an das südeuropäische Krisenland aus, wie der IWF-Verwaltungsrat in einer kurzen Erklärung mitteilte.

Insgesamt beteiligt sich der IWF mit 28 Milliarden Euro an dem internationalen Hilfspaket, das im Frühjahr 2012 gemeinsam mit der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank vereinbart worden war.

Gesamthilfen von 173 Milliarden Euro

Die drei Kreditgeber gewährten Athen Hilfen von insgesamt 173 Milliarden Euro. Im Gegenzug verpflichtete sich der hochverschuldete Staat zu drastischen Einsparungen und umfassenden Strukturreformen.

Der IWF gab die beiden ersten Hilfstranchen im Januar erst nach monatelangen Verhandlungen mit Athen frei. Die Organisation kritisierte, dass die griechische Regierung ihren Verpflichtungen nicht nachkomme.

Anfang Mai erkannte der IWF aber an, dass Griechenland bereits «einen weiten Weg» zur Sanierung der Staatsfinanzen zurückgelegt habe.

Kein weiterer Schuldenerlass vor 2014

Die Länder der Eurozone wollen nicht vor April 2014 über einen weiteren Schuldenerlass für Griechenland beraten. Das erklärte der niederländische Finanzminister und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Freitag bei seinem Antrittsbesuch in Athen. Vor diesem Termin sehe er keine Notwendigkeit, eine solche Diskussion zu beginnen.

Dijsselbloem traf sich mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras und mit Finanzminister Yannis Stournaras, um über die Bemühungen des Landes bei der Bewältigung der Schuldenkrise zu sprechen. Anschliessend erklärte er, er sei zuversichtlich, dass das griechische Programm auf sicheren Füssen stehe. «Es gibt erste Anzeichen für eine Trendwende», fügte er hinzu.

sda/AP/chk

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