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Griechische Polizei stürmt U-Bahn-Depot

Seit über einer Woche streiken die Angestellten der Athener U-Bahn. In der Stadt herrscht ein Verkehrschaos. Heute hat die griechische Regierung nun hart durchgegriffen.

Massives Aufgebot: Polizeieinsatz gegen streikende U-Bahn-Arbeiter. (25. Januar 2013)

Die griechische Regierung hat hart gegen die streikenden Angestellten der Athener U-Bahn durchgegriffen. Polizisten stürmten am Morgen ein von Arbeitern besetztes und verbarrikadiertes U-Bahn-Depot in der Hauptstadt. Die Arbeiter leisteten keinen Widerstand. Am Vortag hatte die Regierung nach acht Tagen des Streiks die Angestellten durch Notstandsregelungen zu einer Wiederaufnahme der Arbeit verpflichtet.

In den frühen Morgenstunden brachen die Beamten die Tore des Depots auf und führten Dutzende Streikende ab. Zuvor hatte die Polizei die Zufahrtsstrassen gesperrt und Hunderte Unterstützer daran gehindert, sich den Streikenden anzuschliessen.

Proteste gegen Lohnkürzungen

Dennoch bahnte sich ein Verkehrschaos im Grossraum Athen an. Trotz der Notstandsverordnung hatten sich am Donnerstag zahlreiche andere Mitarbeiter bei den öffentlichen Verkehrsmitteln dem Streik angeschlossen. Es wurde mit einem Ausfall von Bussen und Strassenbahnen gerechnet. Nach Angaben der Betreiber nutzen rund 1,1 Millionen Menschen täglich allein die Athener Untergrundbahnen.

Ein Regierungssprecher sagte dem Fernsehsender NET, er rechne mit einer Wiederaufnahme des U-Bahn-Verkehrs am Wochenende. Aufgrund der Notstandsverordnung drohen den Streikenden Haftstrafen von bis zu fünf Jahren, sollten sie nicht wieder an die Arbeit gehen.

Die Angestellten protestieren gegen Lohn- und Pensionskürzungen, die die Regierung mit den jüngsten Sparmassnahmen verabschiedet hatte. Die Notstandsregelung wurde in der Vergangenheit bereits eingesetzt, um Streiks bei der Müllentsorgung und unter Fahrern von Treibstofftransportern zu beenden.

(dapd)

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