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Erster EHEC-Todesfall ausserhalb Deutschlands

In Schweden ist offenbar eine Frau an der Darminfektion EHEC gestorben. Es ist der erste EHEC-Todesfall ausserhalb Deutschlands. In Deutschland steigt die Zahl der Todesfälle auf 15.

Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
AFP
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Reuters
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Reuters
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In Schweden ist erstmals ein Patient an dem EHEC-Darmkeim gestorben. Wie das Krankenhaus Södra Älvsborg im südschwedischen Borås mitteilt, starb eine Frau im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Sie war am Sonntag eingeliefert worden und hatte vor ihrer Erkrankung eine Deutschland-Reise gemacht.

Es ist der erste EHEC-Todesfall ausserhalb Deutschlands. Nach Behördenangaben aus Stockholm werden derzeit in Schweden knapp 40 nachgewiesene EHEC-Erkrankungen behandelt. Bei 15 davon gebe es auch Schädigungen der Nierenfunktion (HUS). Alle Patienten hätten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Deutschland infiziert.

15 Tote in Deutschland

Im benachbarten Dänemark erhöhte sich die Zahl der EHEC-Kranken auf 14. Aus Norwegen wurde bisher eine Erkrankung gemeldet.

In Deutschland starben in den vergangenen Wochen 15 Menschen an EHEC. Beim 15. Opfer handelt es sich um eine 87-jährige Frau, die in einem Paderborner Spital am Dienstag an der Darminfektion starb. Die Frau war seit Montag vergangener Woche wegen schwerem Durchfall und später weiterer Komplikationen mit dem Darms in der Klinik behandelt worden.

Die genaue Ursache der Infektion ist bislang unbekannt. Der Erreger wurde an Gurken gefunden, die aus Spanien importiert wurden.

Auch in anderen europäischen Ländern erkrankten in jüngster Zeit Hunderte Menschen. Russland stoppte am Montag bis auf weiteres den Import von Gurken, Tomaten und frischem Salat aus Spanien und Deutschland.

Drei erste EHEC-Verdachtsfälle in den USA

Nach Angaben der EU-Kommission gibt es inzwischen auch in den USA drei erste EHEC-Verdachtsfälle. Das sagte Kommissionssprecherin Pia Ahrenkilde-Hansen in Brüssel. In Europa gibt es ausserhalb Deutschlands nach EU-Informationen neben dem jüngst gemeldeten Todesfall 30 EHEC-Erkrankungen in Schweden, bei 13 der Betroffenen sei das Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) nachgewiesen worden.

dapd/sda/bru

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