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Erdogans osmanischer Traum

Die Proteste in der Türkei wurden durch ein umstrittenes Bauvorhaben im Istanbuler Zentrum ausgelöst. Erdogan möchte sich damit ein Denkmal mit Reminiszenz an das Osmanische Reich schaffen.

Dieses Gebäude möchte Erdogan wieder hergerichtet haben: Topçu-Kaserne, die bis 1940 auf dem Gelände des Geza-Parks stand.
Dieses Gebäude möchte Erdogan wieder hergerichtet haben: Topçu-Kaserne, die bis 1940 auf dem Gelände des Geza-Parks stand.

Im vergangenen April hielt Recep Tayyip Erdogan die Schlussrede des 10. UNO-Waldforums in Istanbul. Der türkische Ministerpräsident gab sich dabei betont empathisch und wies mehrmals auf gesellschaftliche Ungerechtigkeiten hin, die durch den globalen Aufschwung entstehen würden: Die Folgen des beschleunigten internationalen Handels müsse «kritisch hinterfragt» werden, sagte er vor Vertretern, die aus 197 Ländern angereist waren. Erdogan beendete seine Ansprache mit einer alten Indianer-Weisheit: «Erst wenn alle Bäume gefällt, alle Tiere ausgerottet und alle Gewässer verschmutzt sind und die Luft unbrauchbar geworden ist, wird man verstehen, dass Geld nicht essbar ist.»

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