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Tarantinos Filmkulisse kämpft ums Überleben

Görlitz ist beliebt bei Touristen, Rentnern und Regisseuren, doch Arbeitsplätze sind rar. Eine Reise in die östlichste Stadt Deutschlands.

MeinungDominique Eigenmann, Görlitz
Görlitz und «Görliwood»: Eine Stadt und eine Marke mit Potenzial. Foto: Thomas Robbin (Keystone)
Görlitz und «Görliwood»: Eine Stadt und eine Marke mit Potenzial. Foto: Thomas Robbin (Keystone)

Bevor man davon spricht, dass hier eine Stadt am äussersten Rand Ostdeutschlands um ihr Überleben kämpft, weil die Traditionskonzerne Siemens und Bombardier der Stadt den Rücken zu kehren drohen, dass der Unmut darüber die Menschen auf die Barrikaden und in die Arme der Alternative für Deutschland (AfD) treibt – bevor man über all das spricht, muss von Idyll und Schönheit die Rede sein. Wer vom Bahnhof in die Innenstadt von Görlitz flaniert, begibt sich auf eine Zeitreise, die staunen macht. Herrschaftliche Bürgerhäuser aus der Zeit um 1900 reihen sich ohne Lücken aneinander, sorgfältig saniert und in frischen Farben. Ein paar Minuten weiter, in der Altstadt, landet man unwillkürlich im Mittelalter. Am Untermarkt, wo seit fast 700 Jahren das Rathaus steht, sieht es im Grunde noch aus wie im 16. Jahrhundert.

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