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Ein SOS, das Europa nicht länger ignorieren kann

Nach der jüngsten Flüchtlingskatastrophe reiste Matteo de Bellis nach Lampedusa. Der Amnesty-Aktivist berichtet von schrecklichen Geschichten der Überlebenden im Mittelmeer.

Gefährliche Fahrten nach Europa: Überlebende Flüchtlinge vor der sizilianischen Küste im Mittelmeer.
Gefährliche Fahrten nach Europa: Überlebende Flüchtlinge vor der sizilianischen Küste im Mittelmeer.
Keystone

«Heute Morgen haben sie die Särge nach Sizilien gebracht. Ohne Vorwarnung, wir erfuhren es aus dem Fernsehen. Wir hätten sie niemals ohne Blumen gehen lassen.» Das war die Reaktion eines Einwohners von Lampedusa auf die feierliche Prozession von Leichenwagen, mit der das jüngste Ereignis in der langen Reihe der Schiffskatastrophen vor der kleinen italienischen Insel seinen vorläufigen Abschluss fand. Inzwischen kann man die Schlagzeilen schon fast voraussagen, doch sie machen deswegen nicht weniger betroffen: «Über 300 Tote bei der jüngsten Flüchtlingstragödie.»

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