Zum Hauptinhalt springen

«Die aggressivste Massnahme der USA und der Nato»

Moskau fühlt sich bedroht und will reagieren, sollten die USA tatsächlich schwere Waffen in Osteuropa stationieren.

Der kalte Krieg kehrt zurück: Russische Panzer üben im Mai vor dem «Tag des Sieges» in Moskau. (4. Mai 2015)
Der kalte Krieg kehrt zurück: Russische Panzer üben im Mai vor dem «Tag des Sieges» in Moskau. (4. Mai 2015)
Alexander Zemlianitschenko, Keystone

Die geplante Aufrüstung an der Grenze sei «die aggressivste Massnahme der USA und der Nato» seit Ende des Kalten Krieges, sagte heute ein Sprecher des Verteidigungsministeriums nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax. «Russland wird nichts anderes übrig bleiben, als seine Truppen und Streitkräfte an der westlichen Flanke zu verstärken», hiess es aus Moskau.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die USA erwägen, schweres Militärgerät in mehrere Länder Osteuropas und des Baltikums zu verlegen. Im Ernstfall hätten US-Soldaten ihr Material vor Ort. Ziel sei es, Russland von einer Aggression in Europa abzuschrecken.

Bestätigung in Polen und Litauen

Polen und Litauen bestätigten, es gebe mit der US-Regierung Gespräche über die Lagerung schwerer Waffen in ihren Ländern. Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak erklärte in Warschau, er erwarte eine Entscheidung der USA in den kommenden Wochen.

Der Sprecher der russischen Regierung Dmitri Peskow erklärte, solange die USA nicht offiziell zu den Plänen Stellung nehmen würden, wolle er den Vorgang nicht kommentieren.

In osteuropäischen Staaten waren angesichts der Ukraine-Krise Sorgen entstanden, Russland könnte gegen die ehemaligen Sowjetrepubliken vorgehen.

SDA/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch