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Der Kreuzzug des Elefantino

Italiens profiliertester Rechtsintellektueller Giuliano Ferrara plädiert nun täglich für Silvio Berlusconi – zur besten Sendezeit.

«Der Skandal ist doch nicht‹Bunga Bunga›, sondern dass wir so viel wissen über das Privatleben Berlusconis»: Giuliano Ferrara geht für 3000 Euro pro Sendung mit den «heuchlerischen Linken» hart ins Gericht.
«Der Skandal ist doch nicht‹Bunga Bunga›, sondern dass wir so viel wissen über das Privatleben Berlusconis»: Giuliano Ferrara geht für 3000 Euro pro Sendung mit den «heuchlerischen Linken» hart ins Gericht.
Keystone

Fünf Minuten Monolog werden reichen, um die Italiener zu bewegen, sie je nach politischer Gesinnung heillos zu enervieren oder hell zu begeistern – fünf Minuten mit Giuliano Ferrara, von Montag bis Freitag, 20.30 Uhr, RAI UNO. «Qui Radio Londra», so heisst die Sendung in Hommage an die Verdienste der BBC während des Zweiten Weltkriegs, wird immer gleich nach den Abendnachrichten ausgestrahlt: ein gesprochener Kurzkommentar zum Tagesthema, vorgetragen vom schärfsten und polemischsten Denker der italienischen Neokonservativen, dem stark übergewichtigen Direktor der kleinen, aber einflussreichen Tageszeitung «Il Foglio», der seine Artikel selbstironisch mit einem roten Elefäntchen zeichnet statt mit seinem Namen: «Elefantino» – so nennen sie ihn.

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