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«Das sind ganz entscheidende Szenen»

Gewalt am frühen Morgen in Istanbul: TA-Korrespondentin Christiane Schlötzer erklärt, was auf dem Taksim-Platz passierte und warum die Demonstranten sich im Gezi-Park sicher fühlten.

Nach ihm entschieden sich zahlreiche weitere Demonstranten für die neue Form des stummen Protests: Erdem Gunduz alias Duranadam (der bewegungslose Mann) während seiner Performance auf dem Taksim-Platz. (17. Juni 2013)
Nach ihm entschieden sich zahlreiche weitere Demonstranten für die neue Form des stummen Protests: Erdem Gunduz alias Duranadam (der bewegungslose Mann) während seiner Performance auf dem Taksim-Platz. (17. Juni 2013)
Reuters
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Ein Bulldozer der Polizei räumt eine Barrikade der Demonstranten ab.
Ein Bulldozer der Polizei räumt eine Barrikade der Demonstranten ab.
Keystone
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In Istanbul spielen sich gerade heftige Szenen ab: Die Polizei ist mit Wasserwerfern und Tränengas auf dem Taksim-Platz aufgefahren, Jugendliche greifen die Beamten mit Molotowcocktails an. Was ist passiert? Die Polizei hat um Viertel vor sieben Uhr in der Früh begonnen, den Taksim-Platz zu räumen. Zu dieser Zeit waren vor allem kleinere Gruppen Linksradikaler vor Ort. Diese haben dann angefangen, Molotowcocktails auf die Polizisten zu werfen. Es schien, als hätten sie nur darauf gewartet, sich mit den Beamten anzulegen, sie wirkten wie bestellt. Mein Büro liegt etwa 200 Meter von den Tumulten entfernt – ich höre, wie immer noch Rauchbomben verschossen werden. Provokateure und Polizisten liefern sich nun ein Katz-und-Maus-Spiel bis in die Seitenstrassen des Platzes.

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