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CSU bestätigt Seehofer mit Rekordergebnis

Horst Seehofer bleibt unumstrittener Parteichef der Christlich-Sozialen Union (CSU) in Bayern. Er erhielt 95,3 Prozent der Delegiertenstimmen.

Horst Seehofer vor den Delegierten der CSU in München. (23. November 2013)
Horst Seehofer vor den Delegierten der CSU in München. (23. November 2013)
Keystone

Zwei Monate nach den CSU-Siegen bei Landtags- und Bundestagswahl ist Parteichef Horst Seehofer mit seinem bisher mit Abstand besten Ergebnis in seinem Amt bestätigt worden. Nach 89,9 Prozent vor zwei Jahren erhielt er auf dem Parteitag in München heute 95,3 Prozent der Stimmen.

Bei der Wahl 2009 hatte Seehofer 88,1 Prozent geholt, bei seiner ersten Wahl 2008 waren es 90,3 Prozent. Seehofer erhielt 685 von 719 gültigen Stimmen. 33 Delegierte stimmten mit Nein.

Seehofer geht damit mit grosser Rückendeckung seiner Partei in die Schlussphase der Berliner Koalitionsverhandlungen. In seiner Rede pochte Seehofer auf die Umsetzung zentraler Ziele der Union.

Wahlversprechen umsetzen

Das Wichtigste sei jetzt schlicht und einfach, die Wahlversprechen «auch ganz konkret durchzusetzen», sagte Seehofer. Er verwies etwa auf einen Kurs für solide Finanzen, Verbesserungen bei der Rente für ältere Mütter und die Pkw-Maut. «Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass wir hier die klare Handschrift der Union unterbringen», sagte Seehofer zu den Delegierten. CDU und CSU wollten «nicht als Hebamme für die SPD tätig werden», damit deren Mitgliederentscheid gelinge.

Mit Blick auf die SPD-Kernforderung nach einem Mindestlohn sagte Seehofer, dieser Punkt werde dabei sein, wenn es zu einer Koalition komme - «meinetwegen auch zu irgendeinem Zeitpunkt, der für die Volkswirtschaft nicht belastend ist, gesetzlich zum Start». Die Union wolle aber darauf achten, dass dadurch möglichst keine Arbeitsplätze gefährdet würden. Hierfür müsse etwa über Ausnahmen geredet werden.

CSU ist Bayern

In seiner Rede hatte Seehofer den Alleinvertretungsanspruch seiner Partei für bayerische Interessen untermauert. «Die Identität zwischen Bayern und der CSU war nie so gross wie heute», sagte der bayerische Ministerpräsident. «Es ist also wieder zusammengewachsen, was zusammengehört.»

Seehofer erklärte, dass, wenn es um ein bayerisches Anliegen gehe, niemand an SPD, Grüne oder Freie Wähler denken würde. «Der Mythos CSU lebt», betonte er.

SDA/rub

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