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«Cameron spielt auf Zeit»

Während Cameron in den USA die Vorzüge der EU preist, verschärft sich in seiner Partei der Streit um einen EU-Austritt. TA-Korrespondent Peter Nonnenmacher erklärt im Interview, was dahintersteckt.

Hat zu Hause viele Probleme zu bewältigen: Der britische Premier David Cameron, hier bei seinem USA-Besuch. (13. Mai 2013)
Hat zu Hause viele Probleme zu bewältigen: Der britische Premier David Cameron, hier bei seinem USA-Besuch. (13. Mai 2013)
Keystone

Herr Nonnenmacher, wie schätzen Sie die momentane Situation in Grossbritannien ein? Die Tories wissen, dass ein frühes Referendum aufgrund der proeuropäischen Haltung der Liberaldemokraten kaum möglich sein wird. Cameron sagt, er werde ein Referendum bis Ende 2017 durchführen lassen, falls er die Wahl gewinne. Morgen wird im Unterhaus darüber diskutiert, ein Referendum nach den Wahlen per Gesetz festzulegen. Selbst eine solche gesetzliche Regelung wird kaum möglich sein, weil die Labour-Partei und die Liberaldemokraten, aber auch viele Tories dagegen sind. Bei der ganzen Sache geht es also im Endeffekt nur darum, die Weichen für ein mögliches Referendum zu stellen.

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