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Bettencourts Vermögensverwalter belastet Woerth

Neue Wendung in der Affäre um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt. Ihr Vermögensverwalter sagt gegen den heutigen französischen Arbeitsminister Eric Woerth aus.

In der Affäre um die L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt hat ihr Vermögensverwalter einem Medienbericht zufolge den heutigen französischen Arbeitsminister Eric Woerth belastet. Nach einem am Samstag auf der Internetseite der Tageszeitung «Le Monde» veröffentlichten Artikel gab Patrice de Maistre bei den Befragungen im Polizeigewahrsam an, Woerth habe ihn gebeten, seine Frau Florence zu empfangen und sie zu «ihrer Karriere zu beraten». Er habe Woerth deswegen im Jahr 2007 «zwei oder drei Mal» getroffen.

Woerths Ehefrau arbeitete von November 2007 an für Clymène, die Vermögensverwaltung von Bettencourt. Auf bekannt gewordenen heimlichen Tonaufnahmen aus der Bettencourt-Villa sagt de Maistre zu Bettencourt, Florence Woerth auf Bitten des Ministers eingestellt zu haben. Woerth, der damals als Haushaltsminister auch für die Verfolgung von Steuerhinterziehung zuständig war, bestritt dagegen im Juni, sich für eine Anstellung seiner Frau bei Clymène eingesetzt zu haben.

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