Bis zu 15 Jahre Haft für katalanische Separatisten

Wegen Aufwiegelung der Massen und Missbrauchs öffentlicher Gelder drohen den Anführern lange Haftstrafen.

Der frühere katalanische Präsident Carles Puigdemont. (Archivbild) Foto: Hannibal Hanschke/Reuters

Der frühere katalanische Präsident Carles Puigdemont. (Archivbild) Foto: Hannibal Hanschke/Reuters

Katalanischen Separatistenführern drohen Justizkreisen zufolge lange Haftstrafen. Spaniens Oberstes Gericht dürfte am Montag bei der Urteilsverkündung Strafen von bis zu 15 Jahren Gefängnis verhängen, sagte eine mit dem Urteil vertraute Person am Samstag. Die Separatistenführer dürften der Aufwiegelung der Massen und des Missbrauchs öffentlicher Gelder für schuldig befunden werden. Der schwerere Vorwurf der Rebellion käme aber nicht zum tragen.

Eine Gerichtssprecherin wollte sich zu den Informationen nicht äussern. Grosse spanische Zeitungen wie «El Pais» oder «El Mundo» berichteten ebenfalls über die zu erwartenden Strafen, ebenfalls unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Personen.

Die katalanischen Separatisten haben Spanien in die bislang schwerste Krise nach dem Ende der Ära des Machthabers Francisco Franco gestürzt. 2017 erklärte die Regionalregierung in Barcelona die Unabhängigkeit von Spanien, daraufhin wurden die Regierungsgeschäfte kommissarisch von Madrid übernommen und einige Separatistenführer verhaftet.

aru/reuters

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