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Zuma reist zu Ghadhafi

Südafrikas Präsident Zuma wird heute in Tripolis erwartet. Die libysche Regierung setzt grosse Hoffnungen auf die Vermittlungsmission des Südafrikaners. Doch auch das Verhältnis der beiden Länder ist schwierig.

Vermittelt zum zweiten Mal in Libyen: Südafrikas Präsident Jacob Zuma, hier an der Vereidigung von Nigerias Präsident Goodluck Jonathan. (29. Mai 2011)
Vermittelt zum zweiten Mal in Libyen: Südafrikas Präsident Jacob Zuma, hier an der Vereidigung von Nigerias Präsident Goodluck Jonathan. (29. Mai 2011)
Keystone

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma wird heute in Libyen erwartet. Laut dem «Wall Street Journal» führt Zuma zum zweiten Mal eine Vermittlungsmission der Afrikanischen Union (AU) an.

Zizi Kodwa, Zumas Sprecher, gab gekannt, der südafrikanische Präsident werde sich mit dem libyschen Machthaber Muammar al-Ghadhafi treffen. Die Reise habe den Zweck, «dem libyschen Volk dabei zu helfen, eine dauerhafte Lösung zu finden».

Angespanntes Verhältnis

Zuma hatte vor wenigen Wochen bereits eine Vermittlungsmission der Afrikanischen Union (AU) angeführt. Diese war gescheitert, weil die Rebellen in Libyen keinen Waffenstillstand akzeptieren wollen, der nicht den Rücktritt Ghadhafis sowie den Abgang seines Regimes beinhaltete.

Auch die Beziehungen zwischen Libyen und Südafrika waren zuletzt angespannt. Südafrika hatte Libyen Fehlinformation im Zusammenhang mit dem Tod eines südafrikanischen Fotografen im April vorgeworfen.

Ende der Bombardements

Libyens Aussenminister Khaled Kaim setzt derweil grosse Hoffnungen auf Zuma als Vermittler, so das «Wall Street Journal». Kaim sagte: «Präsident Zumas Besuch hat zum Ziel, eine Roadmap durchzusetzen, welche die Gewalt an allen Fronten beendet.»

Jedoch betonte der libysche Aussenminister, dass er sich von Zumas Besuch vor allem auch erhoffe, dass das seit zwei Monaten anhaltende Nato-Bombardement beendet werde.

dapd/kpn

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