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Belgiens Polizei vereitelt offenbar Anschlag an Silvester

Belgische Behörden verhaften womöglich in letzter Minute zwei Personen. Während der Silvesterfeierlichkeiten sollen sie mehrere Anschläge geplant haben.

Terrorgefahr: Zwei Polizisten überwachen die Lage in der Innnenstadt von Brüssel. (Dezember 2015)
Terrorgefahr: Zwei Polizisten überwachen die Lage in der Innnenstadt von Brüssel. (Dezember 2015)
Michael Probst, Keystone

Es habe Pläne für Terrorakte in der Hauptstadt Brüssel in der Silvesternacht gegeben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Waffen oder Sprengstoff wurden aber nicht gefunden. Es habe am Sonntag und Montag Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Brüssel, der Region Flämisch-Brabant um die belgische Hauptstadt und in der Region Lüttich im Osten des Landes gegeben, so die Staatsanwaltschaft. Vier weitere Festgenommene seien mittlerweile wieder in Freiheit.

Es habe «ernsthafte Bedrohungen» gegeben. Einer der Festgenommenen werde verdächtigt, als «Anführer einer terroristischen Gruppe» Extremisten für geplante Anschläge angeworben zu haben. Dem zweiten Festgenommenen würden Anschlagsdrohungen sowie die Beteiligung «an den Aktivitäten einer Terrorgruppe» vorgeworfen.

Seit Wochen in Bereitschaft

Die Polizisten stiessen bei den Razzien auf verdächtige Daten, auf paramilitärische Kleidung und Propagandamaterial der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Einen Zusammenhang zu den tödlichen Pariser Terroranschlägen vom November gebe es nicht.

Die belgischen Behörden sind seit Wochen in Alarmbereitschaft. Nach den Anschlägen von Paris im November führten viele Spuren in das Land. Aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek waren mehrere der Attentäter von Paris gekommen, die bei einer Anschlags- und Angriffsserie am 13. November 130 Menschen getötet hatten. Aus Sorge vor Anschlägen und wegen der Suche nach flüchtigen Verdächtigen galt in Brüssel nach den Paris-Attentaten für mehrere Tage die höchste Terrorwarnstufe.

(SDA)

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